Schaeffler
Wichtige Kennzahlen
Wichtige Termine
Kursentwicklung
Dividenden-Historie
| Jahr | Dividende | Rendite | Veränderung | Ex-Tag | Zahltag |
|---|---|---|---|---|---|
| 2025 | 0,25 EUR | k.A. | Unverändert | 24.04.2026 | 28.04.2026 |
| 2024 | 0,25 EUR | k.A. | -44,4 % | 25.04.2025 | 29.04.2025 |
| 2023 | 0,45 EUR | 10,59 % | Unverändert | 26.04.2024 | 30.04.2024 |
| 2022 | 0,45 EUR | k.A. | -10,0 % | 21.04.2023 | 25.04.2023 |
| 2021 | 0,50 EUR | k.A. | +100,0 % | 22.04.2022 | 26.04.2022 |
| 2020 | 0,25 EUR | k.A. | -44,4 % | 26.04.2021 | 28.04.2021 |
| 2019 | 0,45 EUR | k.A. | -18,2 % | 29.05.2020 | k.A. |
| 2018 | 0,55 EUR | k.A. | Unverändert | 30.04.2019 | k.A. |
| 2017 | 0,55 EUR | k.A. | +10,0 % | 30.04.2018 | k.A. |
| 2016 | 0,50 EUR | k.A. | +233,3 % | 28.04.2017 | k.A. |
| 2015 | 0,15 EUR | k.A. | Erste Dividende | 29.04.2016 | k.A. |
Schaeffler Dividende – Unternehmensüberblick
Die Schaeffler AG mit Sitz in Herzogenaurach ist ein global aufgestellter Automobil- und Industriezulieferer, der 1946 von den Brüdern Georg und Wilhelm Schaeffler gegründet wurde. Mit der Erfindung des Nadelkäfigs legte das Unternehmen den Grundstein für seine Expertise in der Wälzlagertechnologie, die bis heute das Fundament des Geschäfts bildet. Schaeffler ist in drei Sparten organisiert: Automotive Technologies, Automotive Aftermarket und Industrial. Durch die im Oktober 2024 vollzogene Verschmelzung mit dem Antriebstechnik-Spezialisten Vitesco Technologies hat sich Schaeffler grundlegend transformiert und stieg zum viertgrößten Automobilzulieferer weltweit auf. Der Konzernumsatz erreichte 2024 rund 18,2 Milliarden Euro – ein Plus von 12 Prozent, das allerdings fast ausschließlich auf den Vitesco-Beitrag von 1,95 Milliarden Euro zurückzuführen ist. Das Konzernergebnis lag mit minus 632 Millionen Euro tief im negativen Bereich, belastet durch Sondereffekte von 725 Millionen Euro im Zusammenhang mit der Integration und Restrukturierung.
Dividendenpolitik von Schaeffler
Schaeffler hat seine Dividendenpolitik im Zuge der Vitesco-Übernahme grundlegend verändert. Zuvor gab es ausschließlich Vorzugsaktien, für die 2023 noch 0,45 Euro je Aktie gezahlt wurden. Nach der Umwandlung in eine Einheitsaktie (Stammaktien) wurde für das Geschäftsjahr 2024 eine Dividende von 0,25 Euro je Stammaktie vorgeschlagen – ein deutlicher Rückschnitt, der den Ergebnisbelastungen durch die Integration Rechnung trägt. Langfristig hat Schaeffler-Chef Klaus Rosenfeld eine erhöhte Zielausschüttungsquote von 40 bis 60 Prozent des bereinigten Konzernergebnisses in Aussicht gestellt, verglichen mit 30 bis 50 Prozent vor der Fusion. Die Familie Schaeffler hält weiterhin rund 70 Prozent der Anteile und hat ein Interesse an einer attraktiven Dividende, was mittelfristig für steigende Ausschüttungen sprechen könnte, sofern die operative Erholung gelingt.
Geschäftsentwicklung und Dividendenperspektive
Das Geschäftsjahr 2024 war für Schaeffler ein deklariertes Übergangsjahr, geprägt von der Vitesco-Integration und einem massiven Restrukturierungsprogramm. Der Konzern kündigte den Abbau von rund 4.700 Stellen in Europa an, davon 2.800 in Deutschland. Bis 2029 sollen die Synergien aus der Vitesco-Fusion jährlich rund 600 Millionen Euro betragen, ergänzt um 215 Millionen Euro aus dem Stellenabbau. Für 2025 rechnet Schaeffler mit einem Umsatz von 23 bis 25 Milliarden Euro und einer EBIT-Marge vor Sondereffekten zwischen 3 und 5 Prozent. Im ersten Quartal 2025 meldete der Konzern bereits einen guten Start. Die Dividendenperspektive hängt entscheidend davon ab, ob Schaeffler die Integrations- und Restrukturierungskosten in den Griff bekommt und die Profitabilität wie geplant steigert. Bei Erreichen der Margenziele und einer Ausschüttungsquote von 40 bis 60 Prozent wäre mittel- bis langfristig eine deutlich höhere Dividende als die aktuellen 0,25 Euro möglich.
Für welche Anleger eignet sich Schaeffler?
Schaeffler ist derzeit eine Turnaround-Wette auf die erfolgreiche Integration von Vitesco und die Transformation zum Mobilitätstechnologie-Konzern. Die aktuelle Dividende von 0,25 Euro je Aktie ist für Einkommensinvestoren wenig attraktiv, doch das Potenzial für steigende Ausschüttungen ist gegeben, wenn die Restrukturierung Früchte trägt. Die Aktie eignet sich für risikobereite Anleger mit einem Anlagehorizont von drei bis fünf Jahren, die an eine erfolgreiche Integration und die langfristigen Wachstumschancen im Bereich Elektromobilität und Industrietechnologie glauben. Die dominante Stellung der Familie Schaeffler als Ankeraktionärin sorgt für strategische Stabilität, schränkt aber den Streubesitz ein. Kurzfristig orientierte Dividendenanleger sollten die Ergebnisentwicklung der nächsten Quartale abwarten, bevor sie eine Investitionsentscheidung treffen.
Stand der Recherche: März 2026. Dieser Artikel dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar.