Mutares SE & Co. KGaA
Wichtige Kennzahlen
Wichtige Termine
Kursentwicklung
Dividenden-Historie
| Jahr | Dividende | Rendite | Veränderung | Ex-Tag | Zahltag |
|---|---|---|---|---|---|
| 2025 | 2,00 EUR | k.A. | Unverändert | 04.07.2026 | 08.07.2026 |
| 2024 | 2,00 EUR | k.A. | -11,1 % | 03.07.2025 | 07.07.2025 |
| 2023 | 2,25 EUR | k.A. | +28,6 % | 05.06.2024 | 07.06.2024 |
| 2022 | 1,75 EUR | k.A. | +16,7 % | 11.07.2023 | 13.07.2023 |
| 2021 | 1,50 EUR | k.A. | Unverändert | 18.05.2022 | 20.05.2022 |
| 2020 | 1,50 EUR | k.A. | +200,0 % | 21.05.2021 | 25.05.2021 |
| 2018 | 0,50 EUR | k.A. | +900,0 % | 07.03.2019 | k.A. |
| 2017 | 0,05 EUR | k.A. | Unverändert | 01.02.2018 | k.A. |
| 2016 | 0,05 EUR | k.A. | Unverändert | 01.02.2017 | k.A. |
| 2015 | 0,05 EUR | k.A. | Unverändert | 01.02.2016 | k.A. |
| 2014 | 0,05 EUR | k.A. | Erste Dividende | 29.07.2015 | k.A. |
Mutares Dividende – Unternehmensüberblick
Die Mutares SE & Co. KGaA ist eine 2008 von Robin Laik und Axel Geuer in München gegründete Beteiligungsholding, die sich auf den Erwerb, die Restrukturierung und den anschließenden Verkauf von Unternehmen in Umbruchsituationen spezialisiert hat. Das Geschäftsmodell folgt einem konsequenten Buy-and-Build-Ansatz: Mutares übernimmt vorwiegend verlustbringende oder ertragsschwache Konzernausgliederungen und mittelständische Unternehmen, saniert sie operativ und veräußert sie nach durchschnittlich drei bis fünf Jahren mit Gewinn. Die Portfoliounternehmen sind in den Segmenten Automotive & Mobility, Engineering & Technology sowie Goods & Services aktiv und erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2024 einen Konzernumsatz von über 5,2 Milliarden Euro. Im vergangenen Jahr schloss Mutares 13 Akquisitionen ab und realisierte sieben Exits, darunter den Börsengang der Tochter Steyr Motors und den Verkauf von Frigoscandia.
Dividendenpolitik von Mutares
Die Dividendenpolitik von Mutares ist ungewöhnlich und hochattraktiv für Einkommensinvestoren. Das Unternehmen hat sich zu einer Mindestdividende von 2,00 Euro je Aktie verpflichtet – unabhängig vom operativen Konzernergebnis, das aufgrund der Restrukturierungskosten der Portfoliounternehmen häufig negativ ausfällt. Die Dividende wird dabei nicht aus dem Konzernergebnis, sondern aus dem Jahresüberschuss der Holding finanziert, der sich aus Beratungshonoraren, Management Fees und vor allem den Erlösen aus Exit-Transaktionen speist. Für das Geschäftsjahr 2024 wurde eine Dividende von 2,00 Euro je Aktie ausgeschüttet, nachdem im Vorjahr sogar 2,25 Euro je Aktie gezahlt worden waren. Aufgrund des niedrigen Aktienkurses ergeben sich daraus regelmäßig zweistellige Dividendenrenditen – ein Alleinstellungsmerkmal im SDAX.
Geschäftsentwicklung und Dividendenperspektive
Der Holding-Jahresüberschuss lag 2024 bei 108,3 Millionen Euro und bildet damit eine solide Grundlage für die Dividendenzahlung. Die Erlöse der Holding aus Beratungsleistungen und Management Fees stiegen um 6 Prozent auf 109,8 Millionen Euro. Für 2025 plant der Vorstand eine weitere deutliche Expansion: Der Konzernumsatz soll auf 6,5 bis 7,5 Milliarden Euro wachsen, mittelfristig bis 2028 sogar auf 10 Milliarden Euro. Der Holding-Nettogewinn soll bis 2028 auf 200 Millionen Euro steigen. Gelingt diese Skalierung, sind in den kommenden Jahren auch Dividenden oberhalb der Mindestausschüttung von 2,00 Euro denkbar. Die hohe Transaktionsaktivität – Mutares bezeichnete sich selbst als „rekordverdächtig aktiv“ – spricht für einen kontinuierlichen Strom an Exit-Erlösen, der die Dividendenfähigkeit langfristig sichert.
Für welche Anleger eignet sich Mutares?
Mutares ist kein klassischer Dividendenwert, sondern eine Aktie für renditeorientierte Anleger mit erhöhter Risikotoleranz. Die zweistellige Dividendenrendite ist im deutschen Markt nahezu einzigartig, geht jedoch mit erheblicher Kursvolatilität einher. Das Geschäftsmodell ist transaktionsabhängig: Bleiben erfolgreiche Exits aus oder verschlechtert sich das Restrukturierungsumfeld, kann die Ertragslage der Holding schnell unter Druck geraten. Für Investoren, die eine hohe laufende Ausschüttung suchen und bereit sind, Kursschwankungen auszuhalten, bietet Mutares jedoch ein attraktives Profil. Wichtig ist dabei zu verstehen, dass die Dividende bewusst aus der Holdingstruktur und nicht aus dem konsolidierten Konzernergebnis gespeist wird – ein Modell, das in Deutschland selten ist, in der Private-Equity-Welt aber durchaus üblich.
Stand der Recherche: März 2026. Dieser Artikel dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar.
Alexander Müller ist Finanzredakteur und Dividendeninvestor mit über 12 Jahren Erfahrung im deutschen Aktienmarkt. Er analysiert Dividendenaktien für Dividenden-Kalender.com und ist spezialisiert auf DAX, MDAX und europäische Qualitätsdividendenzahler.
