Friedrich Vorwerk Group SE
Wichtige Kennzahlen
Wichtige Termine
Kursentwicklung
Dividenden-Historie
| Jahr | Dividende | Rendite | Veränderung | Ex-Tag | Zahltag |
|---|---|---|---|---|---|
| 2025 | 0,30 EUR | k.A. | Unverändert | 02.06.2026 | 04.06.2026 |
| 2024 | 0,30 EUR | k.A. | +150,0 % | 03.06.2025 | 05.06.2025 |
| 2023 | 0,12 EUR | k.A. | Unverändert | 04.06.2024 | 06.06.2024 |
| 2022 | 0,12 EUR | k.A. | -40,0 % | 02.06.2023 | 06.06.2023 |
| 2021 | 0,20 EUR | k.A. | Erste Dividende | 02.06.2022 | 06.06.2022 |
Friedrich Vorwerk Dividende — Unternehmensüberblick
Die Friedrich Vorwerk Group SE mit Sitz in Tostedt (Niedersachsen) ist ein führender Anbieter von Lösungen für Energieinfrastruktur in den Bereichen Erdgas, Strom und Wasserstoff. Das Unternehmen wurde 1962 von Friedrich Vorwerk und Wilhelm Kleesch als Tiefbauunternehmen unter dem Namen Kleesch & Vorwerk gegründet und 1972 in Friedrich Vorwerk KG umbenannt. Seit dem Börsengang im März 2021 (Börsenkürzel VH2, Ausgabepreis 45 Euro) ist die Gesellschaft im SDAX gelistet. Mehrheitsaktionärin ist die Berliner Beteiligungsgesellschaft MBB SE. Mit rund 2.100 Mitarbeitern an 14 Standorten realisiert Friedrich Vorwerk komplexe Infrastrukturprojekte — von Gaspipelines über Stromtrassen bis hin zu Wasserstoff-Elektrolyseanlagen. Bereits 2008 setzte das Unternehmen die erste Elektrolyseanlage für grünen Wasserstoff in Deutschland um und positionierte sich früh als Profiteur der Energiewende.
Dividendenpolitik von Friedrich Vorwerk
Friedrich Vorwerk schlägt für das Geschäftsjahr 2024 eine Dividende von 0,30 Euro je Aktie vor. Das Unternehmen verfolgt eine moderate Dividendenpolitik, die das Wachstum des Konzerns nicht einschränken soll. Der Großteil der Erträge wird reinvestiert, um die Kapazitäten für die steigende Nachfrage nach Energieinfrastruktur-Projekten auszubauen. Angesichts des dynamischen Wachstums und des hohen Investitionsbedarfs ist die Ausschüttungsquote bewusst niedrig gehalten. Dies entspricht der Philosophie der Muttergesellschaft MBB SE, die bei ihren Beteiligungen langfristiges Wachstum gegenüber kurzfristigen Ausschüttungen priorisiert. Für Dividendenanleger bleibt die Rendite damit überschaubar, der Fokus liegt klar auf der Wertsteigerung durch Geschäftsexpansion.
Geschäftsentwicklung und Dividendenperspektive
Das Geschäftsjahr 2024 markierte für Friedrich Vorwerk einen Meilenstein: Der Umsatz stieg um 33 Prozent auf 498,4 Millionen Euro (Vorjahr: 373,4 Millionen Euro). Das EBITDA erreichte 80,5 Millionen Euro bei einer EBITDA-Marge von 16,2 Prozent. Der Auftragsbestand wuchs zum Jahresende auf den Rekordwert von 1.187,7 Millionen Euro, nach 1.000,8 Millionen Euro im Vorjahr. Für das Geschäftsjahr 2025 erwartet das Management eine Fortsetzung des Wachstumskurses mit einem Umsatz zwischen 540 und 570 Millionen Euro. Die Wachstumstreiber sind die Energiewende in Deutschland und Europa: Der Ausbau von Stromnetzen, Gasleitungen und die entstehende Wasserstoff-Infrastruktur sorgen für einen prall gefüllten Auftragsbestand. Steigende Dividenden sind mittelfristig wahrscheinlich, werden aber moderat bleiben.
Für welche Anleger eignet sich Friedrich Vorwerk?
Friedrich Vorwerk ist in erster Linie ein Wachstumswert mit Energiewende-Fantasie und weniger ein klassischer Dividendentitel. Die Aktie eignet sich für Anleger, die an die langfristige Notwendigkeit massiver Investitionen in Energieinfrastruktur glauben — insbesondere in den Bereichen Wasserstoff und Stromnetze. Der Rekord-Auftragsbestand bietet hohe Visibilität für die kommenden Quartale. Risiken liegen in der Abhängigkeit von politischen Entscheidungen zur Energiewende sowie in der Fähigkeit, das rasche Wachstum operativ zu bewältigen. Für Dividendenjäger gibt es bessere Alternativen, doch als infrastrukturbezogenes Wachstumsinvestment mit solider Bilanz und klarer Strategie hat Friedrich Vorwerk seinen Platz in einem zukunftsorientierten Portfolio verdient.
Stand der Recherche: März 2026. Dieser Artikel dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar.
