Deutz AG Dividende

Deutz AG

dez.de DE0006305006
10,17 EUR -6,01 %

Wichtige Kennzahlen

Dividendenrendite
1,67 %
Aktuelle Rendite basierend auf der letzten Dividende
Dividende
0,17 EUR
Letzte gezahlte Dividende pro Aktie
DiviScore
60 Gut
Bewertung der Dividendenqualität
5-Jahres CAGR
+2,5 %
Durchschnittliches jährliches Dividendenwachstum
10-Jahres CAGR
+9,3 %
Durchschnittliches jährliches Dividendenwachstum

Wichtige Termine

Hauptversammlung
08.05.2025
Termin der nächsten Hauptversammlung
Ex-Tag
09.05.2025
Ab diesem Tag wird die Aktie ohne Dividendenanspruch gehandelt
Zahltag
13.05.2025
Tag der Dividendenauszahlung

Kursentwicklung

Dividenden-Historie

Jahr Dividende Rendite Veränderung Ex-Tag Zahltag
2024 0,17 EUR 3,17 % Unverändert 09.05.2025 13.05.2025
2023 0,17 EUR k.A. +13,3 % 09.05.2024 13.05.2024
2022 0,15 EUR 2,49 % Unverändert 28.04.2023 02.05.2023
2021 0,15 EUR 3,53 % Unverändert 29.04.2022 03.05.2022
2019 0,15 EUR k.A. Unverändert 29.05.2020 k.A.
2018 0,15 EUR 1,72 % Unverändert 02.05.2019 01.06.2019
2017 0,15 EUR 1,82 % +114,3 % 27.04.2018 27.05.2018
2016 0,07 EUR 0,99 % Unverändert 05.05.2017 04.06.2017
2015 0,07 EUR 1,57 % Unverändert 29.04.2016 29.05.2016
2014 0,07 EUR 1,62 % Unverändert 30.04.2015 30.05.2015
2013 0,07 EUR 1,12 % -65,0 % 08.05.2014 07.06.2014
2007 0,20 EUR 2,94 % Erste Dividende 22.05.2008 21.06.2008

Deutz Dividende – Unternehmensüberblick

Die Deutz AG mit Sitz in Köln ist der älteste Motorenhersteller der Welt. Das Unternehmen wurde am 31. März 1864 von Nicolaus August Otto und Eugen Langen unter dem Namen N.A. Otto & Cie gegründet – Nicolaus Otto gilt als Erfinder des Viertaktmotors, der den Grundstein für die gesamte moderne Motorisierung legte. Bei Deutz arbeiteten in den Anfangsjahren legendäre Ingenieure wie Gottlieb Daimler (1872–1880), Wilhelm Maybach und Ettore Bugatti. Heute konzentriert sich Deutz auf die Entwicklung und Produktion von Diesel-, Gas- und elektrifizierten Antrieben im Leistungsbereich von 19 kW bis 620 kW für Off-Highway-Anwendungen: Baumaschinen, Landmaschinen, Materialflussgeräte, Schienenfahrzeuge und Stromerzeugungsaggregate. Im Geschäftsjahr 2024 erzielte Deutz einen Umsatz von 1,81 Milliarden Euro – ein Rückgang von rund zwölf Prozent gegenüber dem Vorjahr, verursacht durch einen Absatzeinbruch um fast 24 Prozent auf 142.907 Motoren mit konventionellem Antrieb. Die schwache Baukonjunktur und die allgemeine industrielle Abkühlung belasteten die Nachfrage.

Dividendenpolitik von Deutz

Deutz hat seine Dividendenpolitik beim Capital Markets Day 2024 neu definiert: Die Ausschüttung pro Aktie soll künftig mindestens stabil bleiben oder steigen – Dividendenkürzungen sind damit nach Möglichkeit ausgeschlossen. Für das Geschäftsjahr 2024 schlug der Vorstand eine Dividende von 0,17 Euro je Aktie vor – identisch zum Vorjahr und damit das vierte Jahr in Folge mit mindestens konstanter Dividende. Bei einem Aktienkurs im Bereich von 5 bis 6 Euro ergibt sich eine Dividendenrendite von rund 2,8 bis 3,4 Prozent. Die Ausschüttungsquote ist moderat und lässt in guten Jahren Spielraum für Erhöhungen. Deutz hatte in seiner langen Geschichte auch Phasen ohne Dividendenzahlung – insbesondere während wirtschaftlicher Krisen –, was die strukturelle Zyklizität des Geschäfts widerspiegelt. Die neue Dividendenpolitik signalisiert jedoch den Willen des Managements, Aktionäre verlässlicher am Unternehmenserfolg zu beteiligen.

Geschäftsentwicklung und Dividendenperspektive

Deutz befindet sich in einer umfassenden Transformation: Weg vom reinen Dieselmotorenhersteller, hin zum Anbieter ganzheitlicher Antriebslösungen. Die Strategie „Powering Progress“ umfasst neben konventionellen Dieselmotoren auch wasserstoffbetriebene Verbrennungsmotoren, Batterieelektrik und E-Fuels. Diese Diversifizierung soll Deutz unabhängiger von einzelnen Technologien machen und neue Kundensegmente erschließen. Für 2025 peilt der Vorstand – unter Annahme einer spürbaren Markterholung im zweiten Halbjahr – einen Umsatz von 2,1 bis 2,3 Milliarden Euro an und eine bereinigte EBIT-Marge zwischen fünf und sechs Prozent. Das wäre eine deutliche Verbesserung gegenüber 2024. Der Bereich Service und Aftermarket bietet margenstarke, wiederkehrende Erlöse, die als Stabilisator wirken. Gelingt die geplante Erholung, sind moderate Dividendenerhöhungen in den Folgejahren vorstellbar. Ein Risikofaktor bleibt die Abhängigkeit von der Baukonjunktur und den globalen Investitionszyklen in der Industrie.

Für welche Anleger eignet sich Deutz?

Die Deutz-Aktie ist ein typischer Zykliker mit Turnaround-Potenzial. Anleger, die auf eine Erholung der Industriekonjunktur setzen, finden hier einen günstig bewerteten Einstieg in einen Weltmarktführer für Off-Highway-Antriebe. Die Dividendenrendite von rund 3 Prozent bietet eine solide Basisverzinsung, während das Kursmomentum bei einer konjunkturellen Wende erheblich sein kann. Gleichzeitig müssen Investoren die hohe Zyklizität akzeptieren: In Abschwungphasen können Umsatz und Gewinn – wie 2024 gezeigt – deutlich einbrechen. Die Transformation hin zu alternativen Antrieben birgt sowohl Chancen als auch Investitionsrisiken. Deutz eignet sich für risikobewusste Anleger mit einem mittleren bis langen Anlagehorizont, die an die Zukunft nachhaltiger Antriebstechnologien im Off-Highway-Bereich glauben. Als alleinige Dividendenaktie im Depot wäre Deutz zu schwankungsanfällig; als Beimischung in einem diversifizierten Portfolio kann die über 160 Jahre alte Marke jedoch einen interessanten Beitrag leisten.

Stand der Recherche: März 2026. Dieser Artikel dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar.

AM

Über den Autor

Alexander Müller ist Finanzredakteur und Dividendeninvestor mit über 12 Jahren Erfahrung im deutschen Aktienmarkt. Er analysiert Dividendenaktien für Dividenden-Kalender.com und ist spezialisiert auf DAX, MDAX und europäische Qualitätsdividendenzahler.