Volkswagen Vz Dividende

Volkswagen Vz

vow3.de DE0007664039
91,02 EUR +0,51 %

Wichtige Kennzahlen

Dividendenrendite
5,78 %
Aktuelle Rendite basierend auf der letzten Dividende
Dividende
5,26 EUR
Letzte gezahlte Dividende pro Aktie
DiviScore
40 Durchschnittlich
Bewertung der Dividendenqualität
5-Jahres CAGR
+1,6 %
Durchschnittliches jährliches Dividendenwachstum
10-Jahres CAGR
+41,0 %
Durchschnittliches jährliches Dividendenwachstum

Wichtige Termine

Hauptversammlung
18.06.2026
Termin der nächsten Hauptversammlung
Ex-Tag
19.06.2026
Ab diesem Tag wird die Aktie ohne Dividendenanspruch gehandelt
Zahltag
23.06.2026
Tag der Dividendenauszahlung

Kursentwicklung

Dividenden-Historie

Jahr Dividende Rendite Veränderung Ex-Tag Zahltag
2025 5,26 EUR 5,90 % -17,3 % 19.06.2026 23.06.2026
2024 6,36 EUR 7,91 % -29,8 % 19.05.2025 19.07.2025
2023 9,06 EUR k.A. +3,4 % 31.05.2024 k.A.
2022 8,76 EUR 7,32 % +15,9 % 11.05.2023 10.06.2023
2021 7,56 EUR 5,16 % +55,6 % 13.05.2022 12.06.2022
2020 4,86 EUR 2,33 % Unverändert 23.07.2021 22.08.2021
2019 4,86 EUR 3,62 % Unverändert 01.10.2020 31.10.2020
2018 4,86 EUR 3,26 % +22,7 % 15.05.2019 14.06.2019
2017 3,96 EUR 2,29 % +92,2 % 04.05.2018 03.06.2018
2016 2,06 EUR 1,44 % +1.111,8 % 11.05.2017 10.06.2017
2015 0,17 EUR 0,13 % -96,5 % 23.06.2016 23.07.2016
2014 4,86 EUR 2,20 % +19,7 % 06.05.2015 05.06.2015
2013 4,06 EUR 2,15 % +14,0 % 14.05.2014 13.06.2014
2012 3,56 EUR 2,40 % +16,3 % 26.04.2013 26.05.2013
2011 3,06 EUR 2,44 % Erste Dividende 20.04.2012 20.05.2012

Vom Staatsauftrag zum globalen Markenimperium

Die Ursprungsgeschichte von Volkswagen ist unbequem und zugleich faszinierend. 1937, mitten in der nationalsozialistischen Diktatur, wurde eine Gesellschaft gegründet mit dem Ziel, Ferdinand Porsches Konstruktion eines erschwinglichen Automobils für breite Bevölkerungsschichten in Massenproduktion zu bringen. Der Kraft-durch-Freude-Wagen, wie er damals hieß, sollte das Auto demokratisieren – allerdings in einem politischen System, das Demokratie ablehnte. Kein Volkswagen wurde vor Kriegsende an einen privaten Käufer ausgeliefert.

Nach dem Krieg rettete ausgerechnet eine britische Militärverwaltung das Werk in Wolfsburg vor der Demontage. Der Volkswagen Käfer rollte an. Was folgte, ist Industriegeschichte: Der rundliche Wagen wurde in den 1950er und 1960er Jahren zum Symbol des westdeutschen Wirtschaftswunders, in den USA zum Kultauto der Gegenkultur und schließlich mit rund 21 Millionen produzierten Einheiten zum meistgebauten Automobil der Geschichte. Kein anderes deutsches Produkt hat jemals eine ähnliche globale Ikonographie entwickelt.

Ein Konzern, zwölf Marken, ein Ziel

Das heutige Volkswagen ist längst nicht mehr nur der Wolfsburger Hersteller des Golfs und des Polo. Über Jahrzehnte hat der Konzern ein Markenimperium aufgebaut, das in seiner Spannweite einzigartig ist: Von der Volumenmarke Volkswagen über die Premiummarke Audi bis hin zu Porsche, Bentley, Lamborghini und Bugatti – Volkswagen bedient praktisch jedes Segment des globalen Automobilmarkts. Mit MAN und Scania gehören auch zwei der bekanntesten Nutzfahrzeughersteller der Welt zum Konzern. Škoda und SEAT/CUPRA erschließen Märkte in Mittel- und Südeuropa, wo Volkswagen selbst zu teuer wäre.

Diese Markenvielfalt ist keine Sammlerleidenschaft. Sie ist eine bewusste Strategie, um in möglichst vielen Marktsegmenten und Regionen vertreten zu sein, ohne jede Marke separat mit der vollen Infrastruktur ausstatten zu müssen. Plattformen, Antriebsstränge und Fertigungsprozesse werden konzernweit geteilt, während Markenidentität und Design eigenständig bleiben.

Dieselgate – eine Zäsur, die nachwirkt

Im September 2015 erschütterte eine Enthüllung den Konzern und die gesamte Automobilindustrie. US-Behörden hatten festgestellt, dass Volkswagen in seinen Dieselmotoren eine Software eingesetzt hatte, die Abgaswerte auf dem Prüfstand manipulierte. Im realen Fahrbetrieb stießen die Motoren ein Vielfaches der gesetzlich erlaubten Stickoxide aus. Elf Millionen Fahrzeuge weltweit waren betroffen.

Der Skandal, in der Branche schlicht „Dieselgate“ genannt, kostete den Konzern Milliarden an Strafen, Entschädigungen und Rückrufkosten. Wichtiger vielleicht: Er kostete Vertrauen. Und er beschleunigte intern eine Transformation, die sich ohnehin abzeichnete – die Abkehr vom Verbrenner, die Hinwendung zur Elektromobilität.

Elektromobilität als neue Kernstrategie

Mit der ID.-Modellreihe hat Volkswagen eine Plattform geschaffen, die ausschließlich für Elektrofahrzeuge ausgelegt ist. ID.3, ID.4 und weitere Modelle rollen auf der MEB-Plattform vom Band – entwickelt in Deutschland, produziert auch in China und anderen Märkten. Parallel dazu investiert der Konzern massiv in die Entwicklung eigener Batteriezellen und plant den Aufbau mehrerer Gigafabriken in Europa. Der Weg zu einem der führenden Elektrofahrzeughersteller der Welt ist lang – und Volkswagen hat ihn mit aller Konsequenz eingeschlagen.

Stand der Informationen: April 2026. Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar, sondern dient ausschließlich der journalistischen Information.

Über den Autor
Alexander Müller ist Finanzredakteur und Dividendeninvestor mit über 12 Jahren Erfahrung im deutschen Aktienmarkt. Er analysiert Dividendenaktien für Dividenden-Kalender.com und ist spezialisiert auf DAX, MDAX und europäische Qualitätsdividendenzahler.