Porsche Automobil Holding Dividende

Porsche Automobil Holding SE

pah3.de DE000PAH0038
32,96 EUR +1,51 %

Wichtige Kennzahlen

Dividendenrendite
5,79 %
Aktuelle Rendite basierend auf der letzten Dividende
Dividende
1,91 EUR
Letzte gezahlte Dividende pro Aktie
DiviScore
37 Unterdurchschnittlich
Bewertung der Dividendenqualität
5-Jahres CAGR
-2,9 %
Durchschnittliches jährliches Dividendenwachstum
10-Jahres CAGR
+6,6 %
Durchschnittliches jährliches Dividendenwachstum

Wichtige Termine

Hauptversammlung
25.06.2026
Termin der nächsten Hauptversammlung
Ex-Tag
26.06.2026
Ab diesem Tag wird die Aktie ohne Dividendenanspruch gehandelt
Zahltag
30.06.2026
Tag der Dividendenauszahlung

Kursentwicklung

Dividenden-Historie

Jahr Dividende Rendite Veränderung Ex-Tag Zahltag
2025 1,91 EUR 0,00 % Unverändert 26.06.2026 30.06.2026
2024 1,91 EUR 5,41 % -25,4 % 30.05.2025 28.05.2025
2023 2,56 EUR 5,61 % Unverändert 12.06.2024 12.07.2024
2022 2,56 EUR 4,80 % Unverändert 03.07.2023 02.08.2023
2021 2,56 EUR 3,40 % +15,8 % 16.05.2022 15.06.2022
2020 2,21 EUR 2,44 % Unverändert 26.07.2021 25.08.2021
2019 2,21 EUR 4,43 % Unverändert 05.10.2020 04.11.2020
2018 2,21 EUR 3,87 % +25,6 % 28.06.2019 28.07.2019
2017 1,76 EUR 2,58 % +74,3 % 16.05.2018 15.06.2018
2016 1,01 EUR 1,98 % Unverändert 31.05.2017 30.06.2017
2015 1,01 EUR 2,44 % -49,8 % 30.06.2016 30.07.2016
2014 2,01 EUR 2,47 % Unverändert 14.05.2015 13.06.2015
2013 2,01 EUR 2,57 % Unverändert 28.05.2014 27.06.2014
2012 2,01 EUR 3,48 % +164,5 % 02.05.2013 01.06.2013
2011 0,76 EUR 1,98 % Erste Dividende 26.06.2012 26.07.2012

Das Familienimperium hinter Wolfsburg

Wer die Porsche Automobil Holding SE kauft, kauft keinen Sportwagen. Er kauft einen Anteil an einem der komplexesten Familiengeflechte der deutschen Wirtschaftsgeschichte – und damit indirekt an einem der größten Automobilkonzerne der Welt. Die Porsche SE ist die Holdinggesellschaft der Familien Porsche und Piëch, der Nachkommen Ferdinand Porsches, und sie hält eine maßgebliche Beteiligung an der Volkswagen AG. Was sich dahinter verbirgt, ist mehr als eine Beteiligungsstruktur – es ist eine Saga über Macht, Genialität und Familienstreit.

Ferdinand Porsche war einer der bedeutendsten Automobilkonstrukteure des 20. Jahrhunderts. Er entwarf den Volkswagen – den „Käfer“, das meistgebaute Auto der Geschichte –, konstruierte den Porsche 356 und schuf technische Grundlagen, die die Automobilwelt bis heute prägen. Seine Nachkommen teilten das Erbe in zwei Linien: die Porsche-Linie und die Piëch-Linie, beide vereint in der Holding, beide mit gewaltiger wirtschaftlicher Macht.

Das dramatischste Kapitel der deutschen Wirtschaftsgeschichte

Die Unternehmensgeschichte der Porsche SE ist ohne das spektakuläre Kapitel des Jahres 2008 nicht vollständig zu erzählen. Porsche – damals noch als kleiner Sportwagenhersteller bekannt – versuchte, den Volkswagen-Konzern zu übernehmen, der ein Vielfaches seiner Größe hatte. Durch den massiven Einsatz von Optionen hatte Porsche stille Anteile angehäuft, die eine Mehrheitskontrolle in greifbare Nähe rückten. Als bekannt wurde, wie groß Porsches Optionsposition war, schossen die VW-Aktien in schwindelerregende Höhen – und zahlreiche Hedgefonds erlitten Milliardenverluste in einer der spektakulärsten Short-Squeeze-Situationen der Börsengeschichte.

Der Plan kollabierte letztlich an der Finanzierungslast während der Weltfinanzkrise. Volkswagen übernahm stattdessen Porsche – die Rollen hatten sich verkehrt. Am Ende entstand die heutige Struktur: Die Porsche SE hält eine maßgebliche Beteiligung am Volkswagen-Konzern, Volkswagen wiederum besitzt die Mehrheit am Porsche AG-Sportwagenhersteller, der seit 2022 selbst an der Börse notiert ist.

Eine Holding, viele Marken

Das macht die Porsche SE zu einem ungewöhnlichen Investment: Sie ist im Kern eine Beteiligungsgesellschaft, deren Wert sich fast vollständig aus der VW-Beteiligung ableitet. Volkswagen ist seinerseits ein Konglomerat von beeindruckender Breite – Audi, Škoda, SEAT, Cupra, Lamborghini, Bentley, Bugatti sowie Nutzfahrzeugmarken wie MAN und Scania gehören zum Konzern, ebenso natürlich Volkswagen selbst. Wer die Porsche SE kauft, hält also einen indirekten Anteil an einem automobilen Weltreich, dessen Wurzeln bis in eine Werkstatt im Stuttgart der 1930er Jahre zurückreichen. Die Familiengeschichte ist dabei untrennbar mit der deutschen Wirtschaftsgeschichte verwoben – und das dürfte auch in Zukunft so bleiben.

Stand der Informationen: April 2026. Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar, sondern dient ausschließlich der journalistischen Information.

Über den Autor
Alexander Müller ist Finanzredakteur und Dividendeninvestor mit über 12 Jahren Erfahrung im deutschen Aktienmarkt. Er analysiert Dividendenaktien für Dividenden-Kalender.com und ist spezialisiert auf DAX, MDAX und europäische Qualitätsdividendenzahler.