Siemens Energy
Wichtige Kennzahlen
Wichtige Termine
Kursentwicklung
Dividenden-Historie
| Jahr | Dividende | Rendite | Veränderung | Ex-Tag | Zahltag |
|---|---|---|---|---|---|
| 2025 | 0,70 EUR | k.A. | +600,0 % | 27.02.2026 | 03.03.2026 |
| 2022 | 0,10 EUR | k.A. | Unverändert | 28.02.2023 | k.A. |
| 2021 | 0,10 EUR | 0,51 % | Erste Dividende | 25.02.2022 | 27.03.2022 |
Auf den Schultern der Energiewende
Wenn Europa in den kommenden Jahrzehnten seine Energieversorgung grundlegend umbauen will – weg von fossilen Brennstoffen, hin zu erneuerbaren Quellen und intelligenten Netzen –, dann führt an Siemens Energy kaum ein Weg vorbei. Das Unternehmen liefert die Maschinen, die Strom erzeugen: Gasturbinen für konventionelle Kraftwerke, Transformatoren für Übertragungsnetze, Elektrolyseure für Wasserstoff. Und über seine Mehrheitsbeteiligung an Siemens Gamesa Renewable Energy in Bilbao auch die Windturbinen, die Europa mit sauberem Strom versorgen sollen.
Siemens Energy ist damit kein Randakteur der Energietransformation – es ist eines ihrer zentralen Werkzeuge. Die Frage, ob die Energiewende gelingt, hängt auch davon ab, ob Unternehmen wie dieses leistungsfähige Technologien in ausreichender Menge und Geschwindigkeit liefern können.
Eigenständig seit 2020 – mit Erbe und Ambitionen
Siemens Energy entstand nicht aus dem Nichts. Das Unternehmen wurde 2020 aus dem Siemens-Konzern herausgelöst und eigenständig an die Frankfurter Börse gebracht – eine der größten Abspaltungen in der deutschen Unternehmensgeschichte. Im Kern übernahm es die frühere Gas and Power-Sparte von Siemens: jahrzehntelange Kompetenz im Bau von Gasturbinen, Generatoren, Dampfturbinen und der gesamten Hochspannungsinfrastruktur für Energieübertragung.
Was das Unternehmen von vielen Energietechnikanbietern unterscheidet, ist die Breite seines Portfolios. Siemens Energy kann sowohl die Turbine liefern, die heute noch Gas verbrennt, als auch die Netzkomponenten, die morgen Offshore-Windstrom ins Festland transportieren, als auch die Wasserstofftechnologie, die übermorgen als Langzeitspeicher genutzt werden soll. Diese Breite ist strategisch gewollt: Sie erlaubt es dem Unternehmen, Kunden durch einen langen Transformationsprozess zu begleiten, anstatt sie nur für ein einzelnes Produkt zu gewinnen.
Siemens Gamesa – ein komplexes Verhältnis
Kaum ein Kapitel in der jungen Geschichte von Siemens Energy ist so vielschichtig wie die Beziehung zu Siemens Gamesa Renewable Energy. Siemens Gamesa entstand 2017 aus der Fusion der Windkraftsparte von Siemens und des spanischen Windturbinenherstellers Gamesa. Das Unternehmen gehört heute mehrheitlich zu Siemens Energy und ist einer der weltweit führenden Hersteller von Windturbinen – sowohl für Onshore- als auch für Offshore-Windparks.
Doch die Integration verlief nicht reibungslos. Qualitätsprobleme bei bestimmten Windturbinenblättern, die 2023 publik wurden, belasteten das Unternehmen erheblich und rissen tiefe Löcher in die Bilanz. Siemens Energy musste seinen Mutterkonzern Siemens sowie den deutschen Staat um Unterstützung bitten – ein ungewöhnlicher Schritt, der die systemische Bedeutung des Unternehmens für die Energiewende unterstrich. Die Sanierung von Siemens Gamesa ist seither eine der drängendsten operativen Herausforderungen für den Gesamtkonzern.
Wasserstoff als Zukunftsfeld
Neben der Windkraft und der klassischen Energieübertragung hat Siemens Energy früh auf Wasserstoff gesetzt. Elektrolyseure, die mit erneuerbarem Strom Wasserstoff aus Wasser erzeugen, gelten als einer der Schlüssel zur Speicherung und zum Transport von Energie über weite Strecken und lange Zeiträume. Siemens Energy ist in diesem Feld aktiv und hat sich damit einen Platz in einem Markt gesichert, der heute noch im Entstehen ist, aber langfristig enorme Bedeutung haben dürfte. Die Energiewende braucht solche Werkzeuge – und Siemens Energy baut sie.
Stand der Informationen: April 2026. Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar, sondern dient ausschließlich der journalistischen Information.
Alexander Müller ist Finanzredakteur und Dividendeninvestor mit über 12 Jahren Erfahrung im deutschen Aktienmarkt. Er analysiert Dividendenaktien für Dividenden-Kalender.com und ist spezialisiert auf DAX, MDAX und europäische Qualitätsdividendenzahler.
