E.ON Dividende

E.on

eoan.de DE000ENAG999
18,20 EUR +1,17 %

Wichtige Kennzahlen

Dividendenrendite
3,13 %
Aktuelle Rendite basierend auf der letzten Dividende
Dividende
0,57 EUR
Letzte gezahlte Dividende pro Aktie
DiviScore
73 Sehr gut
Bewertung der Dividendenqualität
5-Jahres CAGR
+3,9 %
Durchschnittliches jährliches Dividendenwachstum
10-Jahres CAGR
+1,3 %
Durchschnittliches jährliches Dividendenwachstum

Wichtige Termine

Hauptversammlung
23.04.2026
Termin der nächsten Hauptversammlung
Ex-Tag
24.04.2026
Ab diesem Tag wird die Aktie ohne Dividendenanspruch gehandelt
Zahltag
28.04.2026
Tag der Dividendenauszahlung

Kursentwicklung

Dividenden-Historie

Jahr Dividende Rendite Veränderung Ex-Tag Zahltag
2025 0,57 EUR 0,00 % +3,6 % 24.04.2026 28.04.2026
2024 0,55 EUR 3,72 % +3,8 % 16.05.2025 20.05.2025
2023 0,53 EUR 4,17 % +3,9 % 17.05.2024 16.06.2024
2022 0,51 EUR 4,60 % +4,1 % 18.05.2023 17.06.2023
2021 0,49 EUR 4,93 % +4,3 % 13.05.2022 12.06.2022
2020 0,47 EUR 4,63 % +2,2 % 20.05.2021 19.06.2021
2019 0,46 EUR 4,84 % +7,0 % 29.05.2020 28.06.2020
2018 0,43 EUR 4,74 % +43,3 % 15.05.2019 14.06.2019
2017 0,30 EUR 3,17 % +42,9 % 10.05.2018 09.06.2018
2016 0,21 EUR 2,91 % -58,0 % 11.05.2017 10.06.2017
2015 0,50 EUR 6,34 % +257,1 % 09.06.2016 09.07.2016
2014 0,14 EUR 3,94 % -76,7 % 08.05.2015 07.06.2015
2013 0,60 EUR 5,05 % -45,5 % 02.05.2014 01.06.2014
2012 1,10 EUR 9,27 % +10,0 % 06.05.2013 05.06.2013
2011 1,00 EUR 6,95 % Erste Dividende 04.05.2012 03.06.2012

Ein Konzern erfindet sich radikal neu

Das Jahr 2000 war die Zeit der großen Fusionen. Überall in Europa schlossen sich Unternehmen zusammen, getrieben von der Überzeugung, dass nur die Großen überleben würden. In diesem Klima fusionierten zwei der mächtigsten deutschen Energiekonzerne: die VEBA AG und die VIAG AG. Das Ergebnis war E.ON – ein Energieriese, der Strom erzeugte, Gasnetze betrieb, Kernkraftwerke besaß und Millionen von Kunden in ganz Europa belieferte. Der Konzern war ein integriertes Energieimperium vom Kraftwerk bis zur Steckdose.

Was damals als Stärke galt, wurde in den folgenden Jahren zur Last. Die Energiewende in Deutschland, der beschlossene Ausstieg aus der Kernkraft nach Fukushima, der Aufstieg der erneuerbaren Energien und der damit verbundene Verfall der Strompreise für konventionelle Erzeugung: All das traf E.ON in seinem Kern. Die großen Kraftwerke, einst Gewinnmaschinen, wurden zu Verlustbringern. Der Konzern musste handeln.

Die Aufspaltung und der Deal mit RWE

E.ONs Antwort war so drastisch wie ungewöhnlich: Im Jahr 2016 gliederte der Konzern alle fossilen und nuklearen Kraftwerke in eine neue, eigenständige Gesellschaft namens Uniper aus. E.ON behielt die Netze, den Vertrieb und die Erneuerbaren – und übergab das politisch und wirtschaftlich belastete Kraftwerksgeschäft an eine separate Einheit mit eigenem Börsenwert. Es war eine chirurgische Selbstamputation.

Doch damit nicht genug. 2019 folgte ein weiterer strategischer Paukenschlag: E.ON und der Rivale RWE einigten sich auf einen Tausch von historischer Dimension. E.ON übernahm die RWE-Tochter Innogy, die Netze und den Endkundenvertrieb in Europa bündelte. Im Gegenzug gab E.ON seine Beteiligungen an erneuerbaren Energien an RWE ab. Die Konsequenz: RWE wurde zum Ökostrom-Produzenten, E.ON zum reinen Infrastruktur- und Vertriebsunternehmen. Zwei große Verlierer der alten Energiewelt hatten sich in zwei klar positionierte Spieler der neuen verwandelt.

Europas größter Netzbetreiber und die Energiewende als Wachstumsmotor

Heute ist E.ON Europas größter Energienetzoperator – mit rund 50 Millionen Kunden in mehr als einem Dutzend Ländern. Das Geschäftsmodell ist reguliert: Netzbetreiber erhalten von den Behörden genehmigte Renditen für den Betrieb und den Ausbau der Strom- und Gasnetze. Das sorgt für Planbarkeit und Stabilität, auch wenn es die Gewinne nach oben begrenzt.

Der Sitz in Düsseldorf steht für ein Unternehmen, das gelernt hat, sich neu zu erfinden. Die Energiewende, die E.ON einst in die Krise trieb, ist heute der wichtigste Wachstumstreiber: Der Ausbau der Stromnetze für erneuerbare Energien, die Installation von Wärmepumpen, der Aufbau von Ladepunkten für Elektrofahrzeuge, die Digitalisierung des Smart Home – all das erfordert genau das, was E.ON hat: Netzinfrastruktur, Kundenbasis und technisches Know-how. Kaum ein DAX-Konzern hat sich in so kurzer Zeit so fundamental gewandelt – und dabei seinen Platz in der Zukunft des Energiesystems so klar definiert.

Stand der Informationen: April 2026. Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar, sondern dient ausschließlich der journalistischen Information.

Über den Autor
Alexander Müller ist Finanzredakteur und Dividendeninvestor mit über 12 Jahren Erfahrung im deutschen Aktienmarkt. Er analysiert Dividendenaktien für Dividenden-Kalender.com und ist spezialisiert auf DAX, MDAX und europäische Qualitätsdividendenzahler.