E.on
Wichtige Kennzahlen
Wichtige Termine
Kursentwicklung
Dividenden-Historie
| Jahr | Dividende | Rendite | Veränderung | Ex-Tag | Zahltag |
|---|---|---|---|---|---|
| 2025 | 0,57 EUR | 0,00 % | +3,6 % | 24.04.2026 | 28.04.2026 |
| 2024 | 0,55 EUR | 3,72 % | +3,8 % | 16.05.2025 | 20.05.2025 |
| 2023 | 0,53 EUR | 4,17 % | +3,9 % | 17.05.2024 | 16.06.2024 |
| 2022 | 0,51 EUR | 4,60 % | +4,1 % | 18.05.2023 | 17.06.2023 |
| 2021 | 0,49 EUR | 4,93 % | +4,3 % | 13.05.2022 | 12.06.2022 |
| 2020 | 0,47 EUR | 4,63 % | +2,2 % | 20.05.2021 | 19.06.2021 |
| 2019 | 0,46 EUR | 4,84 % | +7,0 % | 29.05.2020 | 28.06.2020 |
| 2018 | 0,43 EUR | 4,74 % | +43,3 % | 15.05.2019 | 14.06.2019 |
| 2017 | 0,30 EUR | 3,17 % | +42,9 % | 10.05.2018 | 09.06.2018 |
| 2016 | 0,21 EUR | 2,91 % | -58,0 % | 11.05.2017 | 10.06.2017 |
| 2015 | 0,50 EUR | 6,34 % | +257,1 % | 09.06.2016 | 09.07.2016 |
| 2014 | 0,14 EUR | 3,94 % | -76,7 % | 08.05.2015 | 07.06.2015 |
| 2013 | 0,60 EUR | 5,05 % | -45,5 % | 02.05.2014 | 01.06.2014 |
| 2012 | 1,10 EUR | 9,27 % | +10,0 % | 06.05.2013 | 05.06.2013 |
| 2011 | 1,00 EUR | 6,95 % | Erste Dividende | 04.05.2012 | 03.06.2012 |
Ein Konzern erfindet sich radikal neu
Das Jahr 2000 war die Zeit der großen Fusionen. Überall in Europa schlossen sich Unternehmen zusammen, getrieben von der Überzeugung, dass nur die Großen überleben würden. In diesem Klima fusionierten zwei der mächtigsten deutschen Energiekonzerne: die VEBA AG und die VIAG AG. Das Ergebnis war E.ON – ein Energieriese, der Strom erzeugte, Gasnetze betrieb, Kernkraftwerke besaß und Millionen von Kunden in ganz Europa belieferte. Der Konzern war ein integriertes Energieimperium vom Kraftwerk bis zur Steckdose.
Was damals als Stärke galt, wurde in den folgenden Jahren zur Last. Die Energiewende in Deutschland, der beschlossene Ausstieg aus der Kernkraft nach Fukushima, der Aufstieg der erneuerbaren Energien und der damit verbundene Verfall der Strompreise für konventionelle Erzeugung: All das traf E.ON in seinem Kern. Die großen Kraftwerke, einst Gewinnmaschinen, wurden zu Verlustbringern. Der Konzern musste handeln.
Die Aufspaltung und der Deal mit RWE
E.ONs Antwort war so drastisch wie ungewöhnlich: Im Jahr 2016 gliederte der Konzern alle fossilen und nuklearen Kraftwerke in eine neue, eigenständige Gesellschaft namens Uniper aus. E.ON behielt die Netze, den Vertrieb und die Erneuerbaren – und übergab das politisch und wirtschaftlich belastete Kraftwerksgeschäft an eine separate Einheit mit eigenem Börsenwert. Es war eine chirurgische Selbstamputation.
Doch damit nicht genug. 2019 folgte ein weiterer strategischer Paukenschlag: E.ON und der Rivale RWE einigten sich auf einen Tausch von historischer Dimension. E.ON übernahm die RWE-Tochter Innogy, die Netze und den Endkundenvertrieb in Europa bündelte. Im Gegenzug gab E.ON seine Beteiligungen an erneuerbaren Energien an RWE ab. Die Konsequenz: RWE wurde zum Ökostrom-Produzenten, E.ON zum reinen Infrastruktur- und Vertriebsunternehmen. Zwei große Verlierer der alten Energiewelt hatten sich in zwei klar positionierte Spieler der neuen verwandelt.
Europas größter Netzbetreiber und die Energiewende als Wachstumsmotor
Heute ist E.ON Europas größter Energienetzoperator – mit rund 50 Millionen Kunden in mehr als einem Dutzend Ländern. Das Geschäftsmodell ist reguliert: Netzbetreiber erhalten von den Behörden genehmigte Renditen für den Betrieb und den Ausbau der Strom- und Gasnetze. Das sorgt für Planbarkeit und Stabilität, auch wenn es die Gewinne nach oben begrenzt.
Der Sitz in Düsseldorf steht für ein Unternehmen, das gelernt hat, sich neu zu erfinden. Die Energiewende, die E.ON einst in die Krise trieb, ist heute der wichtigste Wachstumstreiber: Der Ausbau der Stromnetze für erneuerbare Energien, die Installation von Wärmepumpen, der Aufbau von Ladepunkten für Elektrofahrzeuge, die Digitalisierung des Smart Home – all das erfordert genau das, was E.ON hat: Netzinfrastruktur, Kundenbasis und technisches Know-how. Kaum ein DAX-Konzern hat sich in so kurzer Zeit so fundamental gewandelt – und dabei seinen Platz in der Zukunft des Energiesystems so klar definiert.
Stand der Informationen: April 2026. Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar, sondern dient ausschließlich der journalistischen Information.
Alexander Müller ist Finanzredakteur und Dividendeninvestor mit über 12 Jahren Erfahrung im deutschen Aktienmarkt. Er analysiert Dividendenaktien für Dividenden-Kalender.com und ist spezialisiert auf DAX, MDAX und europäische Qualitätsdividendenzahler.
