Merck KGaA Dividende 2027

Merck KGaA
MRK DE0006599905
150,45 € +0,87 %

Wichtige Kennzahlen

Dividendenrendite
1,46 %
Jahresdividende im Verhältnis zum aktuellen Kurs
Dividende
2,20 €
Dividendenvorschlag je Aktie, Beschluss durch die Hauptversammlung steht aus
DiviScore
57 Durchschnittlich
Bewertung der Dividendenqualität
5-Jahres CAGR
+9,5 %
Durchschnittliches jährliches Dividendenwachstum
10-Jahres CAGR
+7,7 %
Durchschnittliches jährliches Dividendenwachstum

Wichtige Termine

Hauptversammlung
23.04.2027
Termin der nächsten Hauptversammlung
Ex-Tag
noch nicht bekannt
Ab diesem Tag wird die Aktie ohne Dividendenanspruch gehandelt
Zahltag
noch nicht bekannt
Tag der Dividendenauszahlung

Kursentwicklung

Dividenden-Historie

Geschäftsjahr Dividende Veränderung Ex-Tag Zahltag
2026 noch nicht bekannt – noch nicht bekannt noch nicht bekannt
2025 2,20 € Unverändert 27.04.2026 29.04.2026
2024 2,20 € Unverändert 28.04.2025 30.04.2025
2023 2,20 € Unverändert 30.04.2024 –
2022 2,20 € +18,9 % 31.05.2023 –
2021 1,85 € +32,1 % 29.04.2022 –
2020 1,40 € +7,7 % 30.04.2021 –
2019 1,30 € +4,0 % 29.05.2020 –
2018 1,25 € Unverändert 30.04.2019 –
2017 1,25 € +4,2 % 30.04.2018 –
2016 1,20 € +14,3 % 31.05.2017 –
2015 1,05 € +5,0 % 31.05.2016 –
2014 1,00 € +110,5 % 30.04.2015 –
2013 0,48 € +11,8 % 12.05.2014 –
2012 0,43 € Erste Dividende 29.04.2013 –

Häufige Fragen zur Merck KGaA Dividende

Wie hoch ist die Dividende von Merck KGaA?
Vorgeschlagen sind 2,20 € je Aktie (0,0 % gegenüber 2,20 € im Vorjahr). Verbindlich wird der Betrag erst mit dem Beschluss der Hauptversammlung.
Wann ist der Ex-Dividenden-Tag von Merck KGaA?
Der letzte Ex-Tag von Merck KGaA war der 27.04.2026. Der nächste wird nach der Hauptversammlung bekanntgegeben. Wer die Aktie bis zum Handelsschluss des Vortags im Depot hat, erhält die Dividende.
Wann findet die Hauptversammlung von Merck KGaA statt?
Die Hauptversammlung von Merck KGaA findet am 23.04.2027 statt. Dort wird die Dividende formal beschlossen.
Wie hat sich die Dividende von Merck KGaA entwickelt?
Im Schnitt der letzten fünf Jahre veränderte sich die Dividende um 9,5 % pro Jahr. Der DiviScore von Merck KGaA liegt bei 57 von 100.

Eine Apotheke, die die Welt veränderte

Im Jahr 1668 eröffnete Friedrich Jacob Merck die Engel-Apotheke in Darmstadt – ein schlichtes Handelsgeschäft in einer mittelhessischen Residenzstadt. Was dann folgte, ist einzigartig in der Unternehmensgeschichte: Dieses Haus existiert noch heute, unter demselben Namen, in derselben Stadt, und ist das älteste noch unter seinem ursprünglichen Namen aktive pharmazeutisch-chemische Unternehmen der Welt. Mehr als 350 Jahre Kontinuität – kein anderes Unternehmen seiner Branche kann das vorweisen.

Die Transformation vom Apothekenhandel zum Wissenschaftskonzern vollzog sich über Generationen. Im 19. Jahrhundert begann Heinrich Emanuel Merck, pharmazeutische Wirkstoffe in größerem Maßstab herzustellen und zu exportieren – Morphin, Codein und Kokain damals noch als Medizinalprodukte. Die Chemikalie wurde zur Grundlage eines Weltunternehmens. Und die Familie blieb dabei stets am Ruder: Noch heute halten die Nachkommen der Gründerfamilie mehr als 70 Prozent der Stimmrechte – eine in dieser Konsequenz kaum zu findende Konstellation unter den großen börsennotierten Konzernen Deutschlands.

Drei Welten, ein Konzern

Das heutige Merck KGaA operiert in drei grundverschiedenen Geschäftsbereichen, die auf den ersten Blick wenig miteinander gemein haben – auf den zweiten aber eine innere Logik zeigen: Life Science, Electronics und Healthcare. Der Life-Science-Bereich entstand im großen Maßstab durch die Übernahme von Sigma-Aldrich, einem der führenden Anbieter von Laborchemikalien und Biotech-Reagenzien weltweit. Wer in einem modernen Labor arbeitet, kommt um Merck-Produkte kaum herum – ob bei der Zellzucht, der Proteinreinigung oder der genetischen Analyse.

Der Elektroniksbereich ist weniger bekannt, aber faszinierend: Merck erfand den ersten praktisch nutzbaren Flüssigkristall-Mix und legte damit die technische Grundlage für die LCD-Displayindustrie. Ob Smartphone, Laptop oder Fernsehbildschirm – ein erheblicher Teil der Flüssigkristalle, die diese Bilder erzeugen, stammt aus Darmstadt. Dazu kommen Spezialchemikalien für die Halbleiterherstellung, einem Markt, der mit der Digitalisierung der Welt weiter an Bedeutung gewinnt. Der Healthcare-Bereich schließlich umfasst Medikamente gegen Multiple Sklerose, Fruchtbarkeitsbehandlungen sowie Ansätze in der Onkologie.

Das doppelte Missverständnis

Wer den Namen Merck googelt, stößt schnell auf Verwirrung: Es gibt auch ein US-amerikanisches Unternehmen namens Merck & Co., das unter dem Markennamen MSD bekannt ist. Beide teilen gemeinsame Wurzeln – die amerikanische Merck-Tochter wurde im 19. Jahrhundert in New York gegründet. Im Ersten Weltkrieg wurde sie von der deutschen Muttergesellschaft abgetrennt und schließlich vollständig eigenständig. Seither sind es zwei völlig getrennte Unternehmen, die beide den Namen Merck tragen. Das Darmstädter Merck KGaA darf den Namen in Europa führen, das amerikanische Merck & Co. weltweit außerhalb Europas – eine historische Kuriosität, die bis heute in Investorenkreisen für Nachfragen sorgt.

Was bleibt, ist das Bild eines Unternehmens, das sich immer wieder neu erfunden hat, ohne seine Wurzeln zu verleugnen. Von der Apothekentheke des 17. Jahrhunderts bis zu den Reinräumen der Halbleiterfertigung des 21. Jahrhunderts – Merck KGaA ist ein Beweis dafür, dass unternehmerische Kontinuität und wissenschaftliche Neugier kein Widerspruch sein müssen.

Der DiviScore in den Kennzahlen oben bewertet die Qualität der Dividende auf einer Skala von 0 bis 100: Er fasst die langfristige Wertentwicklung, die Qualität der Dividendenpolitik und weitere Kennzahlen zusammen. Wie er berechnet wird, erklärt unsere DiviScore-Methodik.

Stand der Informationen: April 2026. Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar, sondern dient ausschließlich der journalistischen Information.

Über den Autor
Alexander Müller ist Finanzredakteur und Dividendeninvestor mit über 12 Jahren Erfahrung im deutschen Aktienmarkt. Er analysiert Dividendenaktien für Dividenden-Kalender.com und ist spezialisiert auf DAX, MDAX und europäische Qualitätsdividendenzahler.