Fresenius SE & Co. KGaA Dividende

Fresenius SE

fre.de DE0005785604
39,44 EUR -3,36 %

Wichtige Kennzahlen

Dividendenrendite
2,54 %
Aktuelle Rendite basierend auf der letzten Dividende
Dividende
1,00 EUR
Letzte gezahlte Dividende pro Aktie
DiviScore
32 Unterdurchschnittlich
Bewertung der Dividendenqualität
5-Jahres CAGR
+2,6 %
Durchschnittliches jährliches Dividendenwachstum
10-Jahres CAGR
+6,2 %
Durchschnittliches jährliches Dividendenwachstum

Wichtige Termine

Hauptversammlung
22.05.2026
Termin der nächsten Hauptversammlung
Ex-Tag
25.05.2026
Ab diesem Tag wird die Aktie ohne Dividendenanspruch gehandelt
Zahltag
27.05.2026
Tag der Dividendenauszahlung

Kursentwicklung

Dividenden-Historie

Jahr Dividende Rendite Veränderung Ex-Tag Zahltag
2025 1,00 EUR 0,00 % Unverändert 25.05.2026 27.05.2026
2024 1,00 EUR 2,32 % +8,7 % 26.05.2025 28.05.2025
2022 0,92 EUR 3,39 % Unverändert 18.05.2023 17.06.2023
2021 0,92 EUR 2,77 % +4,5 % 16.05.2022 15.06.2022
2020 0,88 EUR 1,97 % +4,8 % 25.05.2021 24.06.2021
2019 0,84 EUR 2,16 % +5,0 % 31.08.2020 30.09.2020
2018 0,80 EUR 1,70 % +6,7 % 20.05.2019 19.06.2019
2017 0,75 EUR 1,09 % +21,0 % 22.05.2018 21.06.2018
2016 0,62 EUR 0,79 % +12,7 % 15.05.2017 14.06.2017
2015 0,55 EUR 0,86 % +44,7 % 17.05.2016 16.06.2016
2014 0,38 EUR k.A. +171,4 % 29.05.2015 k.A.
2013 0,14 EUR 1,14 % +16,7 % 19.05.2014 18.06.2014
2012 0,12 EUR 1,15 % +9,1 % 20.05.2013 19.06.2013
2011 0,11 EUR 1,25 % +10,0 % 14.05.2012 13.06.2012
2010 0,10 EUR 1,18 % Erste Dividende 16.05.2011 15.06.2011

Aus einer Frankfurter Apotheke wurde ein Weltkonzern

Es war das Jahr 1912. Eduard Fresenius eröffnete in Frankfurt am Main eine Apotheke. Was dieser Moment in der Geschichte des deutschen Gesundheitswesens auslösen würde, war nicht vorhersehbar – und ist es kaum zu fassen: Aus dieser einen Apotheke entstand über mehr als ein Jahrhundert hinweg einer der größten integrierten Gesundheitskonzerne Europas, tätig auf fünf Kontinenten, mit Hunderttausenden von Beschäftigten und einem Geschäftsmodell, das Krankenhäuser, Kliniken, Infusionsmedikamente, Biosimilars und klinische Ernährung unter einem Dach vereint.

Der Übergang vom Apothekenbetrieb zum Industrieunternehmen vollzog sich schrittweise. In der Nachkriegszeit spezialisierte sich Fresenius auf die Herstellung von Infusionslösungen – ein Nischenmarkt, der mit dem Aufstieg moderner Intensivmedizin zur unverzichtbaren Infrastruktur wurde. Die Kommanditgesellschaft auf Aktien, in der die Else Kröner-Fresenius-Stiftung als größte Aktionärin die strategische Kontrolle hält, spiegelt bis heute die familiäre Kontinuität dieses Unternehmens wider.

Zwei Säulen tragen den Konzern

Die heutige Fresenius SE & Co. KGaA ist im Kern ein Zweigeschäftsmodell. Fresenius Kabi produziert intravenöse Medikamente, klinische Ernährungslösungen und – zunehmend bedeutsam – Biosimilars, also biologische Nachahmermedikamente, die nach dem Patentablauf von Originalpräparaten auf den Markt kommen. Dieser Bereich ist globaler Natur: Kabi-Produkte werden in Kliniken auf der ganzen Welt eingesetzt, überall dort, wo Patienten intravenös versorgt werden müssen.

Fresenius Helios ist das zweite große Standbein – und das sichtbarere. Als größter privater Krankenhausbetreiber Deutschlands führt Helios ein Netzwerk aus Akutkrankenhäusern und Rehabilitationskliniken. Hinzu kommt das spanische Krankenhausnetzwerk Quirónsalud, das Helios seit der Übernahme 2017 als eigenständige Marke führt und das Europas größten privaten Klinikverbund ausmacht. Spanien ergänzt das deutsche Kerngeschäft geografisch und schützt vor regionaler Abhängigkeit.

Fokussierung als strategische Wette

Über Jahrzehnte wuchs Fresenius durch Zukäufe zu einem verschachtelten Konglomerat heran, zu dem zeitweise auch Fresenius Medical Care, Fresenius Vamed und weitere Beteiligungen gehörten. Mit dem Programm „#FutureFresenius“ hat der Konzern einen anderen Kurs eingeschlagen: Beteiligungen wurden veräußert oder dekonsolidiert, die Struktur vereinfacht, der Fokus auf zwei operative Kernbereiche geschärft. Diese Transformation ist keine Schwäche, sondern ein Zeichen strategischer Reife – die Erkenntnis, dass Tiefe oft mehr Wert schafft als Breite.

Die Else Kröner-Fresenius-Stiftung, die als größte medizinische Stiftung Deutschlands gilt, gibt dem Unternehmen eine Governance-Qualität, die rein börsenorientierten Konzernen fehlt: langfristiges Denken, das über Quartalsberichte hinausgeht. Für Dividendeninvestoren ist das keine Nebensächlichkeit.

Stand der Informationen: April 2026. Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar, sondern dient ausschließlich der journalistischen Information.

Über den Autor
Alexander Müller ist Finanzredakteur und Dividendeninvestor mit über 12 Jahren Erfahrung im deutschen Aktienmarkt. Er analysiert Dividendenaktien für Dividenden-Kalender.com und ist spezialisiert auf DAX, MDAX und europäische Qualitätsdividendenzahler.