Merck KGaA Dividende

Merck kgaa

mrk.de DE0006599905
130,00 EUR +1,09 %

Wichtige Kennzahlen

Dividendenrendite
1,69 %
Aktuelle Rendite basierend auf der letzten Dividende
Dividende
2,20 EUR
Letzte gezahlte Dividende pro Aktie
DiviScore
57 Durchschnittlich
Bewertung der Dividendenqualität
5-Jahres CAGR
+9,5 %
Durchschnittliches jährliches Dividendenwachstum
10-Jahres CAGR
+7,7 %
Durchschnittliches jährliches Dividendenwachstum

Wichtige Termine

Hauptversammlung
23.04.2026
Termin der nächsten Hauptversammlung
Ex-Tag
27.04.2026
Ab diesem Tag wird die Aktie ohne Dividendenanspruch gehandelt
Zahltag
28.04.2026
Tag der Dividendenauszahlung

Kursentwicklung

Dividenden-Historie

Jahr Dividende Rendite Veränderung Ex-Tag Zahltag
2025 2,20 EUR 0,00 % Unverändert 27.04.2026 28.04.2026
2024 2,20 EUR 1,47 % Unverändert 28.04.2025 30.04.2025
2023 2,20 EUR k.A. Unverändert 30.04.2024 k.A.
2022 2,20 EUR k.A. +18,9 % 31.05.2023 k.A.
2021 1,85 EUR k.A. +32,1 % 29.04.2022 k.A.
2020 1,40 EUR k.A. +7,7 % 30.04.2021 k.A.
2019 1,30 EUR k.A. +4,0 % 29.05.2020 k.A.
2018 1,25 EUR k.A. Unverändert 30.04.2019 k.A.
2017 1,25 EUR k.A. +4,2 % 30.04.2018 k.A.
2016 1,20 EUR k.A. +14,3 % 31.05.2017 k.A.
2015 1,05 EUR k.A. +5,0 % 31.05.2016 k.A.
2014 1,00 EUR k.A. +108,3 % 30.04.2015 k.A.
2013 0,48 EUR k.A. +11,6 % 12.05.2014 k.A.
2012 0,43 EUR k.A. +13,2 % 29.04.2013 k.A.
2011 0,38 EUR 1,82 % Erste Dividende 23.04.2012 23.05.2012

Eine Apotheke, die die Welt veränderte

Im Jahr 1668 eröffnete Friedrich Jacob Merck die Engel-Apotheke in Darmstadt – ein schlichtes Handelsgeschäft in einer mittelhessischen Residenzstadt. Was dann folgte, ist einzigartig in der Unternehmensgeschichte: Dieses Haus existiert noch heute, unter demselben Namen, in derselben Stadt, und ist das älteste noch unter seinem ursprünglichen Namen aktive pharmazeutisch-chemische Unternehmen der Welt. Mehr als 350 Jahre Kontinuität – kein anderes Unternehmen seiner Branche kann das vorweisen.

Die Transformation vom Apothekenhandel zum Wissenschaftskonzern vollzog sich über Generationen. Im 19. Jahrhundert begann Heinrich Emanuel Merck, pharmazeutische Wirkstoffe in größerem Maßstab herzustellen und zu exportieren – Morphin, Codein und Kokain damals noch als Medizinalprodukte. Die Chemikalie wurde zur Grundlage eines Weltunternehmens. Und die Familie blieb dabei stets am Ruder: Noch heute halten die Nachkommen der Gründerfamilie mehr als 70 Prozent der Stimmrechte – eine in dieser Konsequenz kaum zu findende Konstellation unter den großen börsennotierten Konzernen Deutschlands.

Drei Welten, ein Konzern

Das heutige Merck KGaA operiert in drei grundverschiedenen Geschäftsbereichen, die auf den ersten Blick wenig miteinander gemein haben – auf den zweiten aber eine innere Logik zeigen: Life Science, Electronics und Healthcare. Der Life-Science-Bereich entstand im großen Maßstab durch die Übernahme von Sigma-Aldrich, einem der führenden Anbieter von Laborchemikalien und Biotech-Reagenzien weltweit. Wer in einem modernen Labor arbeitet, kommt um Merck-Produkte kaum herum – ob bei der Zellzucht, der Proteinreinigung oder der genetischen Analyse.

Der Elektroniksbereich ist weniger bekannt, aber faszinierend: Merck erfand den ersten praktisch nutzbaren Flüssigkristall-Mix und legte damit die technische Grundlage für die LCD-Displayindustrie. Ob Smartphone, Laptop oder Fernsehbildschirm – ein erheblicher Teil der Flüssigkristalle, die diese Bilder erzeugen, stammt aus Darmstadt. Dazu kommen Spezialchemikalien für die Halbleiterherstellung, einem Markt, der mit der Digitalisierung der Welt weiter an Bedeutung gewinnt. Der Healthcare-Bereich schließlich umfasst Medikamente gegen Multiple Sklerose, Fruchtbarkeitsbehandlungen sowie Ansätze in der Onkologie.

Das doppelte Missverständnis

Wer den Namen Merck googelt, stößt schnell auf Verwirrung: Es gibt auch ein US-amerikanisches Unternehmen namens Merck & Co., das unter dem Markennamen MSD bekannt ist. Beide teilen gemeinsame Wurzeln – die amerikanische Merck-Tochter wurde im 19. Jahrhundert in New York gegründet. Im Ersten Weltkrieg wurde sie von der deutschen Muttergesellschaft abgetrennt und schließlich vollständig eigenständig. Seither sind es zwei völlig getrennte Unternehmen, die beide den Namen Merck tragen. Das Darmstädter Merck KGaA darf den Namen in Europa führen, das amerikanische Merck & Co. weltweit außerhalb Europas – eine historische Kuriosität, die bis heute in Investorenkreisen für Nachfragen sorgt.

Was bleibt, ist das Bild eines Unternehmens, das sich immer wieder neu erfunden hat, ohne seine Wurzeln zu verleugnen. Von der Apothekentheke des 17. Jahrhunderts bis zu den Reinräumen der Halbleiterfertigung des 21. Jahrhunderts – Merck KGaA ist ein Beweis dafür, dass unternehmerische Kontinuität und wissenschaftliche Neugier kein Widerspruch sein müssen.

Stand der Informationen: April 2026. Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar, sondern dient ausschließlich der journalistischen Information.

Über den Autor
Alexander Müller ist Finanzredakteur und Dividendeninvestor mit über 12 Jahren Erfahrung im deutschen Aktienmarkt. Er analysiert Dividendenaktien für Dividenden-Kalender.com und ist spezialisiert auf DAX, MDAX und europäische Qualitätsdividendenzahler.