BASF Dividende

Basf

bas.de DE000BASF111
50,82 EUR +0,20 %

Wichtige Kennzahlen

Dividendenrendite
4,43 %
Aktuelle Rendite basierend auf der letzten Dividende
Dividende
2,25 EUR
Letzte gezahlte Dividende pro Aktie
DiviScore
42 Durchschnittlich
Bewertung der Dividendenqualität
5-Jahres CAGR
-7,4 %
Durchschnittliches jährliches Dividendenwachstum
10-Jahres CAGR
-2,5 %
Durchschnittliches jährliches Dividendenwachstum

Wichtige Termine

Hauptversammlung
30.04.2026
Termin der nächsten Hauptversammlung
Ex-Tag
01.05.2026
Ab diesem Tag wird die Aktie ohne Dividendenanspruch gehandelt
Zahltag
05.05.2026
Tag der Dividendenauszahlung

Kursentwicklung

Dividenden-Historie

Jahr Dividende Rendite Veränderung Ex-Tag Zahltag
2025 2,25 EUR 0,00 % Unverändert 01.05.2026 05.05.2026
2024 2,25 EUR 1,55 % -33,8 % 05.05.2025 07.05.2025
2023 3,40 EUR k.A. Unverändert 30.04.2024 k.A.
2022 3,40 EUR k.A. Unverändert 28.04.2023 k.A.
2021 3,40 EUR k.A. +3,0 % 31.05.2022 k.A.
2020 3,30 EUR k.A. Unverändert 30.04.2021 k.A.
2019 3,30 EUR k.A. +3,1 % 29.05.2020 k.A.
2018 3,20 EUR k.A. +3,2 % 31.05.2019 k.A.
2017 3,10 EUR k.A. +3,3 % 31.05.2018 k.A.
2016 3,00 EUR k.A. +3,4 % 31.05.2017 k.A.
2015 2,90 EUR k.A. +3,6 % 31.05.2016 k.A.
2014 2,80 EUR k.A. +3,7 % 29.05.2015 k.A.
2013 2,70 EUR k.A. +3,8 % 30.05.2014 k.A.
2012 2,60 EUR k.A. +4,0 % 30.04.2013 k.A.
2011 2,50 EUR k.A. Erste Dividende 30.04.2012 k.A.

Aus Farbe wurde Chemie – und aus Chemie wurde alles

Textile Farben waren das Geschäft, das 1865 in Mannheim alles in Gang setzte. Die Badische Anilin- und Soda-Fabrik – kurz BASF – wurde gegründet, um synthetische Farbstoffe herzustellen, die die aufblühende Textilindustrie des 19. Jahrhunderts dringend brauchte. Natürliche Farbstoffe aus Pflanzen und Tieren waren teuer, unbeständig und in ihrer Menge begrenzt. Die chemische Synthese versprach Überfluss und Gleichmäßigkeit. Dass dieser Anfang einmal zu einem der größten Chemiekonzerne der Welt führen würde, war damals schlicht nicht vorstellbar.

Den entscheidenden Sprung vollzog BASF Anfang des 20. Jahrhunderts durch ein Verfahren, das die Geschichte der Menschheit verändert hat – und das kaum jemand beim Namen kennt. Fritz Haber, ein Chemiker, und Carl Bosch, ein Ingenieur bei BASF, entwickelten gemeinsam das Haber-Bosch-Verfahren zur industriellen Stickstoffsynthese. Erstmals gelang es 1913, atmosphärischen Stickstoff unter hohem Druck und hoher Temperatur zu Ammoniak zu binden. Was sich technisch nüchtern anhört, hatte eine dramatische Konsequenz: Kunstdünger in industriellem Maßstab wurde möglich. Schätzungen zufolge ernährt dieses Verfahren heute rund die Hälfte der Weltbevölkerung – ohne es gäbe es schlicht nicht genug Nahrung für alle Menschen auf der Erde. Haber und Bosch erhielten dafür den Nobelpreis für Chemie.

Ludwigshafen: eine Stadt als Fabrik

Wer BASF verstehen will, muss nach Ludwigshafen fahren – oder zumindest einmal einen Blick auf eine Satellitenaufnahme werfen. Das Stammwerk am Rhein ist der größte zusammenhängende Chemiekomplex der Welt: rund zehn Quadratkilometer Fläche, ein eigenes Kraftwerk, ein eigenes Bahnnetz mit Hunderten Kilometern Gleisen, eine eigene Feuerwehr, eigene Kläranlagen. Über 200 Produktionsanlagen stehen auf diesem Gelände, das eher einer kleinen Stadt gleicht als einer Fabrik.

Das Prinzip dahinter nennt BASF selbst „Verbund“: Die Abwärme einer Anlage heizt die nächste; Nebenprodukte einer Reaktion werden Rohstoffe für die folgende. Dieser Kreislaufgedanke ist keine ökologische Mode, sondern seit Jahrzehnten praktizierte Ingenieursweisheit. Er macht BASF zu einem der ressourceneffizientesten Chemieunternehmen der Welt – und zu einem Unternehmen, das schwer zu imitieren ist, weil diese Infrastruktur über Generationen gewachsen ist.

Das heutige Portfolio reicht weit über Grundchemikalien hinaus. BASF entwickelt Beschichtungen für die Automobilindustrie, Pflanzenschutzmittel und Saatgut für die Landwirtschaft, Spezialadditive für Kunststoffe und Lösungen für die Elektronikindustrie. Die Sparte Nutrition & Care liefert Vitamine, Pflegestoffe und Inhaltsstoffe für Lebensmittel und Kosmetika. Diese Vielfalt ist das Ergebnis einer langen Geschichte gezielter Diversifizierung – und zugleich Ursache einer Komplexität, mit der das Unternehmen immer wieder neu ringt.

Stand der Informationen: April 2026. Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar, sondern dient ausschließlich der journalistischen Information.

Über den Autor
Alexander Müller ist Finanzredakteur und Dividendeninvestor mit über 12 Jahren Erfahrung im deutschen Aktienmarkt. Er analysiert Dividendenaktien für Dividenden-Kalender.com und ist spezialisiert auf DAX, MDAX und europäische Qualitätsdividendenzahler.