Bayer
Wichtige Kennzahlen
Wichtige Termine
Kursentwicklung
Dividenden-Historie
| Jahr | Dividende | Rendite | Veränderung | Ex-Tag | Zahltag |
|---|---|---|---|---|---|
| 2024 | 0,11 EUR | 0,48 % | Unverändert | 28.04.2025 | 30.04.2025 |
| 2023 | 0,11 EUR | 0,40 % | -95,4 % | 29.04.2024 | 29.05.2024 |
| 2022 | 2,40 EUR | 4,20 % | +20,0 % | 02.05.2023 | 01.06.2023 |
| 2021 | 2,00 EUR | 3,32 % | Unverändert | 02.05.2022 | 01.06.2022 |
| 2020 | 2,00 EUR | 3,74 % | -28,6 % | 28.04.2021 | 28.05.2021 |
| 2019 | 2,80 EUR | 4,57 % | Unverändert | 29.04.2020 | 29.05.2020 |
| 2018 | 2,80 EUR | 4,72 % | +1,4 % | 29.04.2019 | 29.05.2019 |
| 2017 | 2,76 EUR | 2,81 % | +3,8 % | 28.05.2018 | 27.06.2018 |
| 2016 | 2,66 EUR | 2,43 % | +8,1 % | 02.05.2017 | 01.06.2017 |
| 2015 | 2,46 EUR | 2,50 % | +11,3 % | 02.05.2016 | 01.06.2016 |
| 2014 | 2,21 EUR | 1,69 % | +6,8 % | 28.05.2015 | 27.06.2015 |
| 2013 | 2,07 EUR | 2,10 % | +10,7 % | 30.04.2014 | 30.05.2014 |
| 2012 | 1,87 EUR | 2,39 % | +15,4 % | 29.04.2013 | 29.05.2013 |
| 2011 | 1,62 EUR | 3,10 % | +9,5 % | 30.04.2012 | 30.05.2012 |
| 2010 | 1,48 EUR | 2,58 % | Erste Dividende | 02.05.2011 | 01.06.2011 |
Bayer Dividende – Unternehmensüberblick
Die Bayer AG mit Hauptsitz in Leverkusen ist ein globaler Life-Science-Konzern, der in den Bereichen Gesundheit und Agrarwirtschaft tätig ist. Das 1863 gegründete Unternehmen, das einst als Erfinder des Aspirins weltweit bekannt wurde, beschäftigt heute rund 100.000 Mitarbeiter und ist mit seinen Produkten in fast allen Ländern der Erde präsent. Bayer ist Mitglied im DAX, hat dort jedoch in den vergangenen Jahren deutlich an Gewicht verloren.
Das operative Geschäft gliedert sich in drei Divisionen: Pharmaceuticals mit verschreibungspflichtigen Medikamenten in den Bereichen Kardiologie, Onkologie und Frauengesundheit, Crop Science als weltweit führender Anbieter von Saatgut und Pflanzenschutzmitteln sowie Consumer Health mit rezeptfreien Gesundheitsprodukten. Die 2018 abgeschlossene Übernahme des US-Saatgutriesen Monsanto für 63 Milliarden Euro hat den Konzern grundlegend verändert – sowohl hinsichtlich der strategischen Positionierung als auch der finanziellen Belastung durch Rechtsstreitigkeiten rund um den Wirkstoff Glyphosat, die das Unternehmen bis heute prägen.
Dividendenpolitik von Bayer
Die Dividendengeschichte von Bayer liest sich wie ein Lehrstück über die Folgen einer riskanten Großübernahme. Noch für das Geschäftsjahr 2018 zahlte Bayer eine Dividende von 2,80 Euro je Aktie. In den Folgejahren wurde die Ausschüttung zunächst auf 2,80 Euro gehalten, dann für 2022 auf 1,10 Euro halbiert. Für das Geschäftsjahr 2023 folgte der beispiellose Einschnitt: Die Dividende wurde auf das gesetzliche Minimum von 0,11 Euro je Aktie gekürzt – ein Rückgang um 90 Prozent.
Für das Geschäftsjahr 2024 blieb die Dividende bei 0,11 Euro, und auch für das Geschäftsjahr 2025, das am 4. März 2026 abschließend berichtet wird, rechnen Analysten mit keiner nennenswerten Erhöhung. Bei einem Aktienkurs von rund 42 Euro (Stand: Februar 2026) ergibt sich eine Dividendenrendite von lediglich 0,26 Prozent – ein Niveau, das die Aktie für klassische Einkommensinvestoren faktisch uninteressant macht. Die Dividendenkürzung ist die direkte Folge einer bewussten Entscheidung des Vorstands, die oberste Priorität auf den Abbau der Nettofinanzverschuldung zu legen, die zur Jahresmitte 2025 bei über 33 Milliarden Euro lag.
Geschäftsentwicklung und Dividendenperspektive
Das Geschäftsjahr 2025 bleibt für Bayer von erheblichen Herausforderungen geprägt. In den ersten neun Monaten belief sich der Konzernumsatz auf 34,1 Milliarden Euro, ein leichter Rückgang gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 34,9 Milliarden Euro. Im dritten Quartal lag der Umsatz bei 9,7 Milliarden Euro mit einem Nettoverlust von 963 Millionen Euro. Das bereinigte EBITDA für das Gesamtjahr 2025 wird bei 9,3 bis 9,8 Milliarden Euro erwartet, unterhalb des Vorjahreswertes von 10,1 Milliarden Euro. Die endgültigen Jahreszahlen werden am 4. März 2026 veröffentlicht.
Das Jahr 2026 gilt als Schlüsseljahr für Bayer: Zum einen könnten wegweisende Gerichtsentscheidungen im Glyphosat-Streit fallen, zum anderen soll die Pharma-Pipeline mit neuen Wirkstoffen frische Impulse liefern. CEO Bill Anderson treibt einen umfassenden Konzernumbau voran, der auf schlankere Strukturen, weniger Hierarchie und eine stärkere Fokussierung auf wachstumsstarke Geschäftsbereiche setzt. Bis sich dies in einer höheren Dividende niederschlägt, dürfte es jedoch noch dauern. Eine Rückkehr zu einer substanziellen Ausschüttung von 1,00 Euro oder mehr je Aktie ist frühestens für das Geschäftsjahr 2027 oder 2028 realistisch – und auch das nur unter der Voraussetzung, dass die Rechtsrisiken beherrschbar bleiben und der Schuldenabbau vorankommt.
Für welche Anleger eignet sich Bayer?
Die Bayer-Aktie ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Investment für Dividendenanleger. Mit einer Rendite von 0,26 Prozent und ohne absehbare Perspektive auf eine substanzielle Erhöhung in den nächsten ein bis zwei Jahren fehlt der Titel jedes Argument als Einkommensquelle. Wer Bayer ins Depot nimmt, setzt vielmehr auf eine spekulative Turnaround-Wette: Sollte der Konzernumbau greifen, die Glyphosat-Rechtsrisiken durch Vergleiche eingegrenzt werden und die Pharma-Pipeline liefern, bietet die Aktie auf dem aktuellen Kursniveau erhebliches Erholungspotenzial.
Die Risiken sind allerdings gewichtig: Die Nettofinanzverschuldung von über 33 Milliarden Euro schränkt den Handlungsspielraum massiv ein. Weitere Milliardenzahlungen im Glyphosat-Komplex sind nicht ausgeschlossen. Zugleich laufen in der Pharma-Division wichtige Patente aus, darunter das Blockbuster-Medikament Xarelto. Bayer ist damit ein hochriskantes Investment, das ausschließlich für risikobereite Anleger mit langem Zeithorizont in Frage kommt – und das ausdrücklich nicht wegen der Dividende, sondern trotz ihres Fehlens.
Stand der Informationen: März 2026. Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar, sondern dient ausschließlich der journalistischen Information.
