Bayer Dividende

Bayer

bayn.de DE000BAY0017
40,24 EUR +0,68 %

Wichtige Kennzahlen

Dividendenrendite
0,27 %
Aktuelle Rendite basierend auf der letzten Dividende
Dividende
0,11 EUR
Letzte gezahlte Dividende pro Aktie
DiviScore
32 Unterdurchschnittlich
Bewertung der Dividendenqualität
5-Jahres CAGR
-47,7 %
Durchschnittliches jährliches Dividendenwachstum
10-Jahres CAGR
-25,9 %
Durchschnittliches jährliches Dividendenwachstum

Wichtige Termine

Hauptversammlung
25.04.2025
Termin der nächsten Hauptversammlung
Ex-Tag
28.04.2025
Ab diesem Tag wird die Aktie ohne Dividendenanspruch gehandelt
Zahltag
30.04.2025
Tag der Dividendenauszahlung

Kursentwicklung

Dividenden-Historie

Jahr Dividende Rendite Veränderung Ex-Tag Zahltag
2024 0,11 EUR 0,48 % Unverändert 28.04.2025 30.04.2025
2023 0,11 EUR 0,40 % -95,4 % 29.04.2024 29.05.2024
2022 2,40 EUR 4,20 % +20,0 % 02.05.2023 01.06.2023
2021 2,00 EUR 3,32 % Unverändert 02.05.2022 01.06.2022
2020 2,00 EUR 3,74 % -28,6 % 28.04.2021 28.05.2021
2019 2,80 EUR 4,57 % Unverändert 29.04.2020 29.05.2020
2018 2,80 EUR 4,72 % +1,4 % 29.04.2019 29.05.2019
2017 2,76 EUR 2,81 % +3,8 % 28.05.2018 27.06.2018
2016 2,66 EUR 2,43 % +8,1 % 02.05.2017 01.06.2017
2015 2,46 EUR 2,50 % +11,3 % 02.05.2016 01.06.2016
2014 2,21 EUR 1,69 % +6,8 % 28.05.2015 27.06.2015
2013 2,07 EUR 2,10 % +10,7 % 30.04.2014 30.05.2014
2012 1,87 EUR 2,39 % +15,4 % 29.04.2013 29.05.2013
2011 1,62 EUR 3,10 % +9,5 % 30.04.2012 30.05.2012
2010 1,48 EUR 2,58 % Erste Dividende 02.05.2011 01.06.2011

Aspirin, Heroin und die Geburt einer Weltmarke

Friedrich Bayer und Johann Friedrich Weskott waren Farbstoffhändler. Als sie 1863 in Barmen – dem heutigen Wuppertal – ihr Unternehmen gründeten, dachten sie an Anilinfarben für die Textilindustrie, nicht an Medizin. Dass die Bayer AG einmal zu den bekanntesten Pharmamarken der Welt werden würde, war damals noch so fern wie der Mond. Der Wandel vollzog sich langsam, dann plötzlich – und nahm im Jahr 1897 eine Wendung, die in die Medizingeschichte eingehen sollte.

In jenem Jahr synthetisierte der Bayer-Chemiker Felix Hoffmann Acetylsalicylsäure in einer stabilen und verträglichen Form. Aspirin – der Handelsname, den Bayer für die Substanz eintrug – wurde zur meistverkauften Arznei der Welt. Schmerzmittel, Fiebersenkung, Herzschutz: das kleine weiße Täfelchen ist in mehr als einem Jahrhundert aus keiner Hausapotheke verschwunden. Weniger bekannt ist, dass Hoffmann im selben Jahr auch Diacetylmorphin synthetisierte – das Bayer zunächst unter dem Markennamen „Heroin“ als vermeintlich sicheres Hustenmittel vermarktete. Diese dunkle Fußnote der Unternehmensgeschichte gehört zur ehrlichen Darstellung eines Konzerns, dessen Produkte von Anfang an die Grenze zwischen Heilung und Schaden berührt haben.

Pharma, Landwirtschaft und der teuerste Kauf der deutschen Wirtschaft

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der IG-Farben-Konzern, dem Bayer angehörte, von den Alliierten aufgespalten. Bayer wurde als eigenständiges Unternehmen neu gegründet – mit Sitz in Leverkusen, wo es bis heute verwurzelt ist. Die Stadt und das Unternehmen sind untrennbar miteinander verbunden, nicht zuletzt durch Bayer 04 Leverkusen, den Fußballverein, der als Werksclub begann und heute in der Bundesliga und auf europäischer Bühne zu den festen Größen zählt.

Zwei Standbeine definieren das heutige Bayer-Geschäft. Das Pharmaunternehmen entwickelt und vermarktet verschreibungspflichtige Medikamente, darunter Präparate zur Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Onkologie und Augenheilkunde. Dazu kommen rezeptfreie Konsumgüter – von Aspirin über Bepanthen bis Claritin – die Bayer Consumer Health zu einem der größten Selbstmedikationsanbieter weltweit machen.

Das Segment Crop Science hingegen befasst sich mit Pflanzenschutz, Saatgut und digitalen Lösungen für die Landwirtschaft. Gerade dieses Agrargeschäft geriet durch eine Entscheidung in den Mittelpunkt, die als eine der umstrittensten der deutschen Wirtschaftsgeschichte gilt: die Übernahme des US-Saatgut- und Agrichemie-Konzerns Monsanto im Jahr 2018 für rund 63 Milliarden Dollar. Mit Monsanto erbte Bayer nicht nur ein umfangreiches Produktportfolio, sondern auch eine Flut von Klagen rund um das Herbizid Glyphosat. Die rechtlichen und finanziellen Folgen dieser Übernahme beschäftigen den Konzern bis heute – und machen die Bayer AG zu einem Unternehmen, das gleichzeitig für sein Innovationspotenzial geschätzt und für seine strategischen Entscheidungen kritisch beobachtet wird.

Stand der Informationen: April 2026. Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar, sondern dient ausschließlich der journalistischen Information.

Über den Autor
Alexander Müller ist Finanzredakteur und Dividendeninvestor mit über 12 Jahren Erfahrung im deutschen Aktienmarkt. Er analysiert Dividendenaktien für Dividenden-Kalender.com und ist spezialisiert auf DAX, MDAX und europäische Qualitätsdividendenzahler.