Daimler Truck Dividende

Daimler Truck AG

dtg.de DE000DTR0CK8
40,94 EUR -0,75 %

Wichtige Kennzahlen

Dividendenrendite
4,64 %
Aktuelle Rendite basierend auf der letzten Dividende
Dividende
1,90 EUR
Letzte gezahlte Dividende pro Aktie
DiviScore
59 Durchschnittlich
Bewertung der Dividendenqualität
5-Jahres CAGR
k.A.
Durchschnittliches jährliches Dividendenwachstum
10-Jahres CAGR
k.A.
Durchschnittliches jährliches Dividendenwachstum

Wichtige Termine

Hauptversammlung
06.05.2026
Termin der nächsten Hauptversammlung
Ex-Tag
07.05.2026
Ab diesem Tag wird die Aktie ohne Dividendenanspruch gehandelt
Zahltag
11.05.2026
Tag der Dividendenauszahlung

Kursentwicklung

Dividenden-Historie

Jahr Dividende Rendite Veränderung Ex-Tag Zahltag
2025 1,90 EUR k.A. Unverändert 07.05.2026 11.05.2026
2024 1,90 EUR 5,00 % Unverändert 28.05.2025 30.05.2025
2023 1,90 EUR 4,87 % +46,2 % 16.05.2024 15.06.2024
2022 1,30 EUR 4,24 % Erste Dividende 22.06.2023 22.07.2023

Die unsichtbare Infrastruktur der Weltwirtschaft

Wenn ein Supermarkt-Regal am Montagmorgen wieder gefüllt ist, wenn eine Baustelle frisches Material bekommt, wenn das Krankenhaus seine Medikamente erhält – dann war meistens ein Lastkraftwagen beteiligt. Die Straße ist die letzte Meile, auf der der globale Warenverkehr ankommt. Und Daimler Truck baut die Fahrzeuge, die diese letzte Meile möglich machen.

Das Unternehmen ist kein Kind der Stunde. Die Wurzeln reichen zurück bis in die frühen Jahre des Automobils, als Gottlieb Daimler und Carl Benz begannen, motorisierte Fahrzeuge zu bauen – darunter auch Nutzfahrzeuge für den gewerblichen Transport. Über Jahrzehnte war das Truck-Geschäft Teil des Daimler-Konzerns, der Pkw und Lkw unter einem Dach vereinte. Im Dezember 2021 war es dann so weit: Daimler Truck wurde als eigenständiges, börsennotiertes Unternehmen aus dem Konzern herausgelöst – eine der größten Neuaufnahmen in den DAX seit vielen Jahren.

Ein Weltkonzern mit vielen Gesichtern

Was Daimler Truck so besonders macht, ist die geografische und markenpolitische Breite. Das Stuttgarter Unternehmen ist kein Nischenanbieter, sondern in jedem relevanten Markt der Welt präsent – und zwar mit eigenen Marken, die für ihre Märkte entwickelt wurden. In Europa sind die Mercedes-Benz Trucks die Visitenkarte: ein Name, der für Qualität, Langlebigkeit und Technologieführerschaft steht. In Nordamerika ist Freightliner die Nummer eins – ein Name, der auf dem amerikanischen Kontinent seit Generationen für harte Arbeit auf langen Highways steht. Western Star bedient die anspruchsvollen Sondersegmente. In Japan und weiten Teilen Asiens ist FUSO die etablierte Marke, in Indien BharatBenz. Setra vervollständigt das Portfolio im Bereich Reise- und Linienbusse.

Diese Markenstrategie ist kein Zufall. Nutzfahrzeuge folgen einer anderen Logik als Pkw: Ein Spediteur in Texas kauft keinen Lkw nach Markenimage oder Designvorlieben. Er kauft nach Total Cost of Ownership – also dem Gesamtaufwand über die Lebensdauer des Fahrzeugs, inklusive Kraftstoffverbrauch, Wartungskosten und Werkstattverfügbarkeit. Wer in diesem Markt bestehen will, muss nicht nur ein gutes Fahrzeug bauen, sondern auch ein dichtes Servicenetz unterhalten, schnelle Ersatzteilversorgung garantieren und Finanzierungsmodelle anbieten, die zur Liquiditätslage des Kunden passen.

Zwischen Konjunkturzyklus und Klimawende

Die Nutzfahrzeugbranche ist zyklisch – das unterscheidet sie fundamental von anderen Industrien. In wirtschaftlich starken Phasen investieren Spediteure in neue Flotten, in der Rezession werden Anschaffungen verschoben. Daimler Truck kennt dieses Muster aus Erfahrung und hat über Jahre Strukturen aufgebaut, die mit diesen Schwankungen umgehen können.

Gleichzeitig steht die gesamte Branche vor einer strukturellen Herausforderung: dem Übergang zu alternativen Antrieben. Batterie-elektrische Trucks für kürzere Strecken, Wasserstoff-Brennstoffzellen für den Fernverkehr – die Technologiefrage ist noch nicht abschließend beantwortet, und die Investitionen sind erheblich. Daimler Truck positioniert sich als Anbieter, der beide Technologiepfade verfolgt und dabei eng mit Partnern aus Industrie und Politik zusammenarbeitet. Die Straße bleibt die Arterie der Weltwirtschaft – die Frage ist nur, womit man auf ihr fährt.

Stand der Informationen: April 2026. Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar, sondern dient ausschließlich der journalistischen Information.

Über den Autor
Alexander Müller ist Finanzredakteur und Dividendeninvestor mit über 12 Jahren Erfahrung im deutschen Aktienmarkt. Er analysiert Dividendenaktien für Dividenden-Kalender.com und ist spezialisiert auf DAX, MDAX und europäische Qualitätsdividendenzahler.