Thyssenkrupp
Wichtige Kennzahlen
Wichtige Termine
Kursentwicklung
Dividenden-Historie
| Jahr | Dividende | Rendite | Veränderung | Ex-Tag | Zahltag |
|---|---|---|---|---|---|
| 2025 | 0,15 EUR | k.A. | Unverändert | 02.02.2026 | k.A. |
| 2024 | 0,15 EUR | 3,31 % | Unverändert | 03.02.2025 | 05.02.2025 |
| 2023 | 0,15 EUR | 2,75 % | Unverändert | 05.02.2024 | 07.02.2024 |
| 2022 | 0,15 EUR | 2,09 % | Unverändert | 06.02.2023 | 08.02.2023 |
| 2018 | 0,15 EUR | 0,96 % | Unverändert | 04.02.2019 | 06.03.2019 |
| 2017 | 0,15 EUR | 0,58 % | Unverändert | 22.01.2018 | 21.02.2018 |
| 2016 | 0,15 EUR | 0,64 % | Unverändert | 30.01.2017 | 01.03.2017 |
| 2015 | 0,15 EUR | 1,06 % | +36,4 % | 01.02.2016 | 02.03.2016 |
| 2014 | 0,11 EUR | 0,48 % | -75,6 % | 02.02.2015 | 04.03.2015 |
| 2011 | 0,45 EUR | 2,12 % | Unverändert | 23.01.2012 | 22.02.2012 |
| 2010 | 0,45 EUR | 1,53 % | +50,0 % | 24.01.2011 | 23.02.2011 |
| 2009 | 0,30 EUR | 1,22 % | -76,9 % | 22.01.2010 | 21.02.2010 |
| 2008 | 1,30 EUR | 8,30 % | Unverändert | 26.01.2009 | 25.02.2009 |
| 2007 | 1,30 EUR | 3,99 % | +30,0 % | 21.01.2008 | 20.02.2008 |
| 2006 | 1,00 EUR | 2,86 % | Erste Dividende | 22.01.2007 | 21.02.2007 |
thyssenkrupp AG Dividende – Unternehmensüberblick
Die thyssenkrupp AG mit Hauptsitz in Essen ist einer der traditionsreichsten deutschen Industriekonzerne. Das Unternehmen ist in den Bereichen Werkstoffhandel, Industriekomponenten, Automobilzulieferung und Marineschiffbau tätig. Nach der Abspaltung des Aufzugsgeschäfts im Jahr 2020 und dem laufenden Umbau der Stahlsparte befindet sich thyssenkrupp in einer umfassenden Transformation vom klassischen Stahlkonzern zu einem diversifizierten Industrieunternehmen. Im MDAX gelistet, beschäftigt thyssenkrupp rund 96.000 Mitarbeiter weltweit. Die Krupp-Stiftung hält als Großaktionär rund 21 Prozent der Anteile. Die Stahlsparte, einst das Herzstück des Konzerns, wird derzeit tiefgreifend restrukturiert und soll mittelfristig verselbstständigt werden.
Dividendenpolitik von thyssenkrupp
Die Dividendenpolitik von thyssenkrupp spiegelt die wechselvolle Geschichte des Konzerns wider. Im Geschäftsjahr 2024/2025 wurde eine Dividende von 0,15 Euro je Aktie gezahlt. In den vergangenen zehn Jahren hat thyssenkrupp die Dividende mehrfach gekürzt oder ganz gestrichen – zuletzt gab es von 2019 bis 2023 keine Ausschüttung. Die Wiederaufnahme der Dividende ist ein Signal des Vorstands, dass die operative Lage sich stabilisiert hat, doch die Höhe der Dividende bleibt symbolisch. Für das laufende Geschäftsjahr 2025/2026 ist aufgrund der erwarteten roten Zahlen eine erneute Streichung der Dividende wahrscheinlich. Die Dividendenhistorie von thyssenkrupp ist damit eine der unberechenbarsten im MDAX.
Geschäftsentwicklung und Dividendenperspektive
Das Geschäftsjahr 2024/2025 endete für thyssenkrupp mit gemischten Ergebnissen. Einerseits kehrte der Konzern mit einem Jahresüberschuss von 532 Millionen Euro in die Gewinnzone zurück, nachdem im Vorjahr noch ein Verlust von 1,45 Milliarden Euro angefallen war. Das bereinigte EBIT stieg trotz rückläufiger Umsätze auf 640 Millionen Euro, und der Free Cashflow vor M&A blieb mit 363 Millionen Euro zum dritten Mal in Folge positiv. Andererseits trübt sich der Ausblick deutlich ein: Für das Geschäftsjahr 2025/2026 erwartet der Vorstand ein bereinigtes EBIT von 500 bis 900 Millionen Euro, jedoch einen negativen Free Cashflow vor M&A von minus 300 bis minus 600 Millionen Euro und einen Jahresfehlbetrag von minus 400 bis minus 800 Millionen Euro. Die hohen Restrukturierungskosten, insbesondere für den Umbau der Stahlsparte mit der geplanten Reduktion der Versandkapazität von 11,5 auf rund 9 Millionen Tonnen, belasten das Ergebnis massiv. Eine Dividendensteigerung oder auch nur eine Beibehaltung der Dividende ist unter diesen Umständen wenig realistisch.
Für welche Anleger eignet sich thyssenkrupp?
Die thyssenkrupp-Aktie ist ein spekulativer Restrukturierungswert und eignet sich ausschließlich für risikobereite Anleger, die auf einen erfolgreichen Konzernumbau setzen. Für Dividendeninvestoren ist thyssenkrupp aufgrund der unberechenbaren Ausschüttungshistorie und der absehbaren Verluste im laufenden Geschäftsjahr keine geeignete Wahl. Potenzielle Kurstreiber könnten der erfolgreiche Abschluss der Stahlrestrukturierung, eine Erholung der Automobilzulieferersparte und das Marineschiffbaugeschäft sein, das von steigenden Verteidigungsausgaben profitieren könnte. Dem stehen jedoch erhebliche Risiken gegenüber: die hohe Kapitalintensität der Stahlsparte, die konjunkturelle Abhängigkeit des Automobilgeschäfts und die Komplexität des Konzernumbaus. Die Krupp-Stiftung als Ankeraktionär sorgt für eine gewisse Stabilität, begrenzt aber auch den strategischen Handlungsspielraum. Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf Basis eigener Recherche und gegebenenfalls nach Rücksprache mit einem Finanzberater getroffen werden.
