Deutsche Telekom Dividende

Deutsche Telekom

dte.de DE0005557508
27,61 EUR +0,29 %

Wichtige Kennzahlen

Dividendenrendite
3,62 %
Aktuelle Rendite basierend auf der letzten Dividende
Dividende
1,00 EUR
Letzte gezahlte Dividende pro Aktie
DiviScore
81 Hervorragend
Bewertung der Dividendenqualität
5-Jahres CAGR
+10,8 %
Durchschnittliches jährliches Dividendenwachstum
10-Jahres CAGR
+6,2 %
Durchschnittliches jährliches Dividendenwachstum

Wichtige Termine

Hauptversammlung
01.04.2026
Termin der nächsten Hauptversammlung
Ex-Tag
02.04.2026
Ab diesem Tag wird die Aktie ohne Dividendenanspruch gehandelt
Zahltag
06.04.2026
Tag der Dividendenauszahlung

Kursentwicklung

Dividenden-Historie

Jahr Dividende Rendite Veränderung Ex-Tag Zahltag
2025 1,00 EUR 0,00 % +11,1 % 02.04.2026 06.04.2026
2024 0,90 EUR 3,63 % +16,9 % 30.04.2025 14.04.2025
2023 0,77 EUR k.A. +10,0 % 30.04.2024 k.A.
2022 0,70 EUR 3,10 % +9,4 % 06.04.2023 06.05.2023
2021 0,64 EUR 3,74 % +6,7 % 08.04.2022 08.05.2022
2020 0,60 EUR 3,62 % Unverändert 06.04.2021 06.05.2021
2019 0,60 EUR 4,08 % -14,3 % 22.06.2020 22.07.2020
2018 0,70 EUR 4,73 % +7,7 % 29.03.2019 28.04.2019
2017 0,65 EUR 4,83 % +8,3 % 18.05.2018 17.06.2018
2016 0,60 EUR 3,45 % +9,1 % 02.06.2017 02.07.2017
2015 0,55 EUR 3,45 % +10,0 % 26.05.2016 25.06.2016
2014 0,50 EUR 3,08 % Unverändert 22.05.2015 21.06.2015
2013 0,50 EUR 3,99 % +177,8 % 16.05.2014 15.06.2014
2012 0,18 EUR 7,60 % Unverändert 17.05.2013 16.06.2013
2011 0,18 EUR 8,58 % Erste Dividende 25.05.2012 24.06.2012

Die T-Aktie und die Lektion des Volkskapitalismus

Es gibt Ereignisse in der deutschen Wirtschaftsgeschichte, die ganze Generationen prägen. Die T-Aktie ist eines davon. Als die Deutsche Telekom AG im November 1996 an die Börse ging, war es mehr als ein Börsengang – es war ein gesellschaftliches Experiment. Millionen Deutsche, die noch nie Aktien besessen hatten, zeichneten Anteile an ihrem frisch privatisierten Telefondienstleister. Das Magenta-Logo wurde zum Symbol einer neuen Aktienkultur in Deutschland, gefördert von einer Werbekampagne, die den Volksschauspieler Manfred Krug zum Gesicht des Kapitalismus machte.

Was folgte, ist bekannt und schmerzhaft. Der Kurs stieg zunächst, dann kam die Dotcom-Blase, dann der Absturz. Viele Kleinanleger, die zum ersten Mal in Aktien investiert hatten, verloren einen erheblichen Teil ihres eingesetzten Kapitals. Die T-Aktie wurde zum Synonym für eine Lektion über Herdentrieb, Bewertungsübertreibungen und die Risiken des Investierens – eine Lektion, die das Verhältnis vieler Deutschen zur Aktie bis heute beeinflusst.

Magenta in Deutschland, T-Mobile in der Welt

Die Telekom selbst überstand die Krise und baute ihr Geschäft neu auf. In Deutschland ist das Unternehmen unter der Marke Telekom omnipräsent: als Anbieter von Mobilfunk, Breitband-Internet, Festnetz und Fernsehen unter dem Dach von MagentaTV. Das Filialnetz der Telekom-Shops zieht sich durch jede Fußgängerzone, und das Netz des größten deutschen Telekommunikationsanbieters gilt als das flächendeckendste im Land.

Doch der eigentliche Wachstumsmotor der vergangenen Jahre liegt jenseits des Atlantiks. T-Mobile USA war lange Zeit der schmalbrüstige Underdog im amerikanischen Mobilfunkmarkt – aggressiv in der Preisgestaltung, frech in der Kommunikation, aber klein gegenüber AT&T und Verizon. Die Fusion mit dem vierten Anbieter Sprint im Jahr 2020 veränderte die Kräfteverhältnisse dramatisch. T-Mobile USA stieg zum größten amerikanischen Mobilfunkanbieter nach Abonnentenzahl auf und wurde zum wertvollsten Unternehmensteil im gesamten Telekom-Konzern.

Netz, Daten und die nächste Verbindung

Telekommunikation ist eine Infrastrukturindustrie – das macht sie berechenbar und kapitalintensiv zugleich. Der Ausbau des 5G-Netzes, die Verlegung von Glasfaserkabeln bis in die Haushalte, die Modernisierung der Mobilfunkmasten: Das alles kostet Milliarden und braucht Jahre. Die Deutsche Telekom gehört zu den wenigen europäischen Telcos, die diesen Investitionszyklus aus einer Position der Stärke heraus angehen können – nicht zuletzt dank der Gewinne und des Cashflows, den T-Mobile US in die Konzernbilanz einbringt.

Was die Telekom strategisch interessant macht, ist die Verbindung zweier Geschäftsmodelle: das stabile, margenfähige Heimatgeschäft in Deutschland und der dynamische, wachstumsstarke US-Markt. Zusammen ergeben sie ein Unternehmen, das sich von der behördenartigen Bundespost der 1990er Jahre weit entfernt hat – und das die damaligen Volksaktionäre wohl überrascht hätte, hätten sie gewusst, wohin die Reise geht.

Stand der Informationen: April 2026. Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar, sondern dient ausschließlich der journalistischen Information.

Über den Autor
Alexander Müller ist Finanzredakteur und Dividendeninvestor mit über 12 Jahren Erfahrung im deutschen Aktienmarkt. Er analysiert Dividendenaktien für Dividenden-Kalender.com und ist spezialisiert auf DAX, MDAX und europäische Qualitätsdividendenzahler.