Deutsche Börse Dividende

Deutsche Börse

db1.de DE0005810055
246,80 EUR +0,45 %

Wichtige Kennzahlen

Dividendenrendite
1,70 %
Aktuelle Rendite basierend auf der letzten Dividende
Dividende
4,20 EUR
Letzte gezahlte Dividende pro Aktie
DiviScore
85 Hervorragend
Bewertung der Dividendenqualität
5-Jahres CAGR
+7,0 %
Durchschnittliches jährliches Dividendenwachstum
10-Jahres CAGR
+6,4 %
Durchschnittliches jährliches Dividendenwachstum

Wichtige Termine

Hauptversammlung
13.05.2026
Termin der nächsten Hauptversammlung
Ex-Tag
14.05.2026
Ab diesem Tag wird die Aktie ohne Dividendenanspruch gehandelt
Zahltag
18.05.2026
Tag der Dividendenauszahlung

Kursentwicklung

Dividenden-Historie

Jahr Dividende Rendite Veränderung Ex-Tag Zahltag
2025 4,20 EUR k.A. +5,0 % 14.05.2026 18.05.2026
2024 4,00 EUR 2,11 % +5,3 % 30.05.2025 19.05.2025
2023 3,80 EUR k.A. +5,6 % 31.05.2024 k.A.
2022 3,60 EUR k.A. +12,5 % 31.05.2023 k.A.
2021 3,20 EUR k.A. +6,7 % 31.05.2022 k.A.
2020 3,00 EUR k.A. +3,4 % 31.05.2021 k.A.
2019 2,90 EUR k.A. +7,4 % 29.05.2020 k.A.
2018 2,70 EUR k.A. +10,2 % 31.05.2019 k.A.
2017 2,45 EUR k.A. +4,3 % 31.05.2018 k.A.
2016 2,35 EUR k.A. +4,4 % 31.05.2017 k.A.
2015 2,25 EUR k.A. +7,1 % 31.05.2016 k.A.
2014 2,10 EUR k.A. Unverändert 29.05.2015 k.A.
2013 2,10 EUR k.A. Unverändert 30.05.2014 k.A.
2012 2,10 EUR k.A. -36,4 % 31.05.2013 k.A.
2011 3,30 EUR 5,68 % Erste Dividende 17.05.2012 16.06.2012

Das Unternehmen, das von der Ungewissheit lebt

Die Frankfurter Wertpapierbörse besteht seit 1585 – sie ist eine der ältesten der Welt. Anfangs trafen sich dort Kaufleute, um Wechselkurse für verschiedene europäische Münzwährungen festzusetzen. Vierhundert Jahre später ist aus dem Treffpunkt der Kaufleute ein hochkomplexes technologisches System geworden, das Millionen von Transaktionen pro Tag verarbeitet und dabei von einem börsennotierten Unternehmen betrieben wird: der Deutschen Börse AG mit Sitz in Eschborn bei Frankfurt.

Was die Deutsche Börse von nahezu allen anderen DAX-Konzernen unterscheidet, ist ihr Geschäftsmodell. Das Unternehmen verdient nicht daran, dass Kurse steigen oder fallen. Es verdient daran, dass überhaupt gehandelt wird. Transaktionsvolumina, Daten-Abonnements, Abwicklungsgebühren – je mehr sich an den Märkten bewegt, je mehr Unsicherheit herrscht, desto mehr Aktivität entsteht. Volatilität ist für die Deutsche Börse kein Problem. Sie ist das Produkt.

Xetra, Clearstream und die Architektur der Finanzmärkte

Das Herzstück des Handels ist Xetra – ein elektronisches Handelssystem, das 1997 eingeführt wurde und den traditionellen Parketthandel sukzessive verdrängte. Xetra ist heute eine der leistungsfähigsten Handelsplattformen Europas und verarbeitet den größten Teil des deutschen Aktienhandels. Die Transaktion, die ein Kleinanleger in seiner Banking-App auslöst, läuft in Millisekunden über Xetra – unsichtbar, automatisiert, zuverlässig.

Doch der Handel selbst ist nur ein Teil des Geschäfts. Was danach kommt, ist mindestens genauso wichtig: die Abwicklung und Verwahrung der Wertpapiere. Hier kommt Clearstream ins Spiel, die Luxemburger Tochtergesellschaft der Deutschen Börse. Clearstream ist eine der zentralen Infrastrukturinstitutionen des europäischen Finanzmarkts – sie sorgt dafür, dass nach dem Kauf einer Aktie auch wirklich der Eigentümerwechsel vollzogen wird, dass Dividenden auf dem richtigen Konto ankommen und dass das Vermögen der Anleger sicher verwahrt wird. Billionen Euro an Vermögenswerten werden hier treuhänderisch gehalten.

Eurex, STOXX und der DAX als Marke

Das dritte große Standbein ist Eurex, Europas größte Terminbörse. Hier werden keine Aktien gehandelt, sondern Derivate: Futures und Optionen auf Indizes, Zinssätze und Einzelaktien. Eurex ist das Werkzeug, mit dem Fondsmanager, Banken und Hedgefonds Risiken absichern oder gezielte Wetten auf künftige Marktbewegungen eingehen. Das Volumen, das täglich über Eurex abgewickelt wird, übersteigt den Wert der gesamten deutschen Wirtschaftsleistung eines Jahres – ein stiller Riese im Herzen des europäischen Finanzwesens.

Und dann ist da noch die Datenwirtschaft. Die Deutsche Börse verwaltet über ihre STOXX-Tochter den DAX und hunderte weitere Indizes. Jedes Mal, wenn ein ETF auf den DAX aufgelegt wird, jedes Mal, wenn ein Zertifikat auf den Euro Stoxx 50 strukturiert wird, zahlt jemand eine Lizenzgebühr. Der DAX ist nicht nur ein Kürzel auf der Tagesschau – er ist ein Produkt, eine Marke und eine dauerhafte Einnahmequelle. In der Welt der Finanzmärkte ist die Deutsche Börse das, was man im Englischen als „toll road“ bezeichnen würde: Wer immer über die Straße fährt, zahlt – egal wohin die Reise geht.

Stand der Informationen: April 2026. Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar, sondern dient ausschließlich der journalistischen Information.

Über den Autor
Alexander Müller ist Finanzredakteur und Dividendeninvestor mit über 12 Jahren Erfahrung im deutschen Aktienmarkt. Er analysiert Dividendenaktien für Dividenden-Kalender.com und ist spezialisiert auf DAX, MDAX und europäische Qualitätsdividendenzahler.