Rheinmetall Dividende

Rheinmetall AG

rhm.de DE0007030009
1.197,20 EUR -0,83 %

Wichtige Kennzahlen

Dividendenrendite
0,96 %
Aktuelle Rendite basierend auf der letzten Dividende
Dividende
11,50 EUR
Letzte gezahlte Dividende pro Aktie
DiviScore
81 Hervorragend
Bewertung der Dividendenqualität
5-Jahres CAGR
+41,9 %
Durchschnittliches jährliches Dividendenwachstum
10-Jahres CAGR
+26,5 %
Durchschnittliches jährliches Dividendenwachstum

Wichtige Termine

Hauptversammlung
13.05.2026
Termin der nächsten Hauptversammlung
Ex-Tag
13.05.2026
Ab diesem Tag wird die Aktie ohne Dividendenanspruch gehandelt
Zahltag
18.05.2026
Tag der Dividendenauszahlung

Kursentwicklung

Dividenden-Historie

Jahr Dividende Rendite Veränderung Ex-Tag Zahltag
2025 11,50 EUR k.A. +42,0 % 13.05.2026 18.05.2026
2024 8,10 EUR k.A. +42,1 % 14.05.2025 16.05.2025
2023 5,70 EUR k.A. +32,6 % 31.05.2024 k.A.
2022 4,30 EUR k.A. +30,3 % 31.05.2023 k.A.
2021 3,30 EUR k.A. +65,0 % 31.05.2022 k.A.
2020 2,00 EUR k.A. -16,7 % 31.05.2021 k.A.
2019 2,40 EUR k.A. +14,3 % 20.05.2020 k.A.
2018 2,10 EUR k.A. +23,5 % 31.05.2019 k.A.
2017 1,70 EUR k.A. +17,2 % 31.05.2018 k.A.
2016 1,45 EUR k.A. +31,8 % 31.05.2017 k.A.
2015 1,10 EUR k.A. +266,7 % 31.05.2016 k.A.
2014 0,30 EUR k.A. -25,0 % 29.05.2015 k.A.
2013 0,40 EUR k.A. -77,8 % 30.05.2014 k.A.
2012 1,80 EUR k.A. Unverändert 31.05.2013 k.A.
2011 1,80 EUR k.A. Erste Dividende 31.05.2012 k.A.

Ein Unternehmen, das die Geschichte nie losließ

Es gibt Unternehmen, deren Geschichte ein Spiegel der Zeit ist – und Rheinmetall ist eines davon. Im Jahr 1889 in Düsseldorf als Rheinische Metallwaaren- und Maschinenfabrik gegründet, war das Unternehmen von Beginn an Teil der deutschen Rüstungsindustrie. Geschütze, Munition, Metallteile für das Militär – Rheinmetall war in beiden Weltkriegen ein zentraler Lieferant der deutschen Streitkräfte, und diese Geschichte ist nicht wegzudiskutieren. Sie gehört zum Unternehmen, so wie die Kriegsgeschichte zur deutschen Geschichte gehört.

Nach 1945 war der Neuaufbau mühsam und erzwungen. Rüstungsproduktion war verboten, und Rheinmetall musste sich neu erfinden. Das Unternehmen stieg in die Automobilindustrie ein und wurde zu einem bedeutenden Zulieferer von Kolben und Motorenkomponenten. Jahrzehntelang war Rheinmetall ein Mischkonzern, der zivile und militärische Produkte unter einem Dach vereinte – bis das strategische Pendel zurückschwang.

Vom Zulieferer zum europäischen Rüstungskonzern

In den letzten Jahren hat Rheinmetall den Fokus scharf auf das Verteidigungsgeschäft ausgerichtet. Der Automobilbereich wurde sukzessive reduziert und schließlich weitgehend veräußert. Im Kern steht heute das, was Rheinmetall seit Gründung kann: Systeme für Streitkräfte entwickeln und fertigen. Das Angebot reicht von gepanzerten Radfahrzeugen über den Schützenpanzer Lynx bis hin zu Flugabwehrsystemen, Munition und Fahrzeugkomponenten für den Leopard 2.

Mit dem Panther arbeitet Rheinmetall an der nächsten Generation kampfgepanzerter Fahrzeuge – ein System, das die Bundeswehr und potenzielle Exportkunden in die nächste Dekade der Landstreitkräfte führen soll. Gleichzeitig ist Munition eines der kritischsten Themen der europäischen Verteidigungspolitik geworden: Die Bestände, die während des Kalten Krieges aufgebaut und nach 1991 dramatisch abgebaut wurden, müssen wieder aufgefüllt werden. Rheinmetall ist einer der wenigen europäischen Hersteller, der diese Kapazitäten aufbauen kann.

Zeitenwende als Zäsur

Russlands Angriff auf die Ukraine im Februar 2022 markierte für Rheinmetall eine Zäsur, die kaum ein Unternehmen in dieser Schärfe erlebt hat. Was vorher Industriepolitik und Haushaltsdebatte war, wurde über Nacht zur Frage der kollektiven Sicherheit. Europäische Regierungen begannen, ihre Verteidigungsausgaben zu erhöhen, Bestellungen zu platzieren und den Aufbau nationaler Produktionskapazitäten zu priorisieren. Rheinmetall rückte damit aus dem Schatten des Nischenlieferanten in die Mitte der politischen Agenda.

Das Unternehmen reagiert mit dem Aufbau von Fertigungskapazitäten in mehreren europäischen Ländern und verhandelt über Produktionsstätten in der Ukraine selbst. Kaum ein anderer DAX-Konzern hat einen derart direkten Bezug zu den geopolitischen Verwerfungen unserer Zeit – und kaum einer steht vor einer Transformation, die so direkt von Weltpolitik abhängt wie Rheinmetall.

Stand der Informationen: April 2026. Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar, sondern dient ausschließlich der journalistischen Information.

Über den Autor
Alexander Müller ist Finanzredakteur und Dividendeninvestor mit über 12 Jahren Erfahrung im deutschen Aktienmarkt. Er analysiert Dividendenaktien für Dividenden-Kalender.com und ist spezialisiert auf DAX, MDAX und europäische Qualitätsdividendenzahler.