GEA Group Dividende

GEA Group AG

g1a.de DE0006602006
56,15 EUR -4,89 %

Wichtige Kennzahlen

Dividendenrendite
2,32 %
Aktuelle Rendite basierend auf der letzten Dividende
Dividende
1,30 EUR
Letzte gezahlte Dividende pro Aktie
DiviScore
66 Gut
Bewertung der Dividendenqualität
5-Jahres CAGR
+8,9 %
Durchschnittliches jährliches Dividendenwachstum
10-Jahres CAGR
+5,0 %
Durchschnittliches jährliches Dividendenwachstum

Wichtige Termine

Hauptversammlung
29.04.2026
Termin der nächsten Hauptversammlung
Ex-Tag
30.04.2026
Ab diesem Tag wird die Aktie ohne Dividendenanspruch gehandelt
Zahltag
04.05.2026
Tag der Dividendenauszahlung

Kursentwicklung

Dividenden-Historie

Jahr Dividende Rendite Veränderung Ex-Tag Zahltag
2025 1,30 EUR k.A. +13,0 % 30.04.2026 04.05.2026
2024 1,15 EUR 2,72 % +15,0 % 30.05.2025 06.05.2025
2023 1,00 EUR k.A. +5,3 % 31.05.2024 k.A.
2022 0,95 EUR 2,23 % +5,6 % 28.04.2023 28.05.2023
2021 0,90 EUR 2,42 % +5,9 % 29.04.2022 29.05.2022
2020 0,85 EUR 2,37 % +97,7 % 03.05.2021 02.06.2021
2019 0,43 EUR 2,10 % -49,4 % 04.05.2020 27.12.2020
2018 0,85 EUR 3,45 % Unverändert 29.04.2019 29.05.2019
2017 0,85 EUR 2,51 % +6,2 % 20.04.2018 20.05.2018
2016 0,80 EUR 2,10 % Unverändert 21.04.2017 21.05.2017
2015 0,80 EUR 1,88 % +14,3 % 21.04.2016 21.05.2016
2014 0,70 EUR 1,59 % +16,7 % 17.04.2015 17.05.2015
2013 0,60 EUR 1,87 % +9,1 % 17.04.2014 17.05.2014
2012 0,55 EUR 2,21 % Unverändert 19.04.2013 19.05.2013
2011 0,55 EUR 2,24 % Erste Dividende 25.04.2012 25.05.2012

Die Maschinen hinter allem, was wir essen

Wer frühmorgens seinen Kaffee trinkt, Joghurt aus dem Kühlschrank holt oder abends ein Glas Bier öffnet, denkt nicht an GEA. Das ist folgerichtig – denn GEA ist unsichtbar. Das Düsseldorfer Unternehmen baut keine Lebensmittel. Es baut die Maschinen, die Lebensmittel erst möglich machen. Separatoren, die Milch in Rahm und Magermilch trennen. Homogenisatoren, die Joghurt seine gleichmäßige Textur geben. Sprühtürme, die flüssige Milch in Pulver verwandeln. Abfüllanlagen, die Bierflaschen in Sekundenbruchteilen befüllen und versiegeln. Ohne GEA wären viele der Produkte, die wir täglich konsumieren, in ihrer heutigen industriellen Form schlicht nicht herstellbar.

Die Geschichte von GEA reicht in das 19. Jahrhundert zurück. Die heutige Unternehmensgestalt entstand durch die Konsolidierung zahlreicher europäischer Maschinenbauunternehmen über mehrere Jahrzehnte hinweg. Der Name GEA – ursprünglich ein Kürzel für „Gesellschaft für Entstaubungsanlagen“ – verrät wenig über das, was das Unternehmen heute ist: ein globaler Systemanbieter für Prozesstechnologie, tätig in rund 62 Ländern.

Weltmarktführer in Nischen, die niemand kennt

GEA ist in mehreren Produktkategorien Weltmarktführer – allerdings in Nischen, die außerhalb von Fachkreisen kaum bekannt sind. Zentrifugalseparatoren, Gefriertrockner für pharmazeutische Anwendungen, Wärmetauscher für die Milchverarbeitung: Das klingt speziell, ist es auch – und das ist der strategische Vorteil. Je spezialisierter eine Maschine, desto geringer die Zahl der Anbieter, desto stärker die Verhandlungsposition gegenüber Abnehmern.

Hinzu kommt ein struktureller Vorteil des Geschäftsmodells: GEA verdient nicht nur beim Verkauf der Anlagen, sondern über deren gesamte Lebensdauer hinweg – durch Wartungsverträge, Ersatzteile und Upgrades. Das Servicegeschäft, das GEA systematisch ausgebaut hat, liefert Erträge, die weitgehend unabhängig vom Konjunkturzyklus sind. Eine Molkerei, die ihre GEA-Separatoren stoppt, stoppt auch ihre Produktion.

Lebensmittel und Nachhaltigkeit – kein Widerspruch

Die Nahrungsmittelproduktion gehört zu den ressourcenintensivsten Industrien der Welt. GEA hat daraus eine strategische Priorität gemacht: Maschinen, die weniger Energie verbrauchen, weniger Wasser benötigen und weniger Abfall erzeugen, sind nicht nur ökologisch sinnvoll – sie sind ein Verkaufsargument. Kunden, die ihre Produktionskosten senken wollen, investieren in energieeffiziente Anlagen. GEA liefert beides: Effizienz und Nachhaltigkeit als Einheit.

Für Dividendeninvestoren ist GEA ein Unternehmen, das in seiner Nische kaum angreifbar ist. Die Abhängigkeit der Welternährung von industrieller Verarbeitungstechnologie ist kein kurzfristiger Trend – sie ist eine strukturelle Realität. Und GEA steht mittendrin.

Stand der Informationen: April 2026. Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar, sondern dient ausschließlich der journalistischen Information.

Über den Autor
Alexander Müller ist Finanzredakteur und Dividendeninvestor mit über 12 Jahren Erfahrung im deutschen Aktienmarkt. Er analysiert Dividendenaktien für Dividenden-Kalender.com und ist spezialisiert auf DAX, MDAX und europäische Qualitätsdividendenzahler.