Airbus SE Dividende

Airbus SE

air.de NL0000235190 Luftfahrt
175,70 EUR -2,27 %

Wichtige Kennzahlen

Dividendenrendite
1,82 %
Aktuelle Rendite basierend auf der letzten Dividende
Dividende
3,20 EUR
Letzte gezahlte Dividende pro Aktie
DiviScore
64 Gut
Bewertung der Dividendenqualität
5-Jahres CAGR
+10,1 %
Durchschnittliches jährliches Dividendenwachstum
10-Jahres CAGR
+9,4 %
Durchschnittliches jährliches Dividendenwachstum

Wichtige Termine

Hauptversammlung
k.A.
Termin der nächsten Hauptversammlung
Ex-Tag
21.04.2026
Ab diesem Tag wird die Aktie ohne Dividendenanspruch gehandelt
Zahltag
k.A.
Tag der Dividendenauszahlung

Kursentwicklung

Dividenden-Historie

Jahr Dividende Rendite Veränderung Ex-Tag Zahltag
2025 3,20 EUR k.A. +6,7 % 21.04.2026 k.A.
2024 3,00 EUR 1,50 % +7,1 % 22.04.2025 18.04.2025
2023 2,80 EUR 1,13 % +55,6 % 16.04.2024 16.05.2024
2022 1,80 EUR 1,43 % +20,0 % 25.04.2023 25.05.2023
2021 1,50 EUR 1,44 % -16,7 % 19.04.2022 19.05.2022
2019 1,80 EUR k.A. +9,1 % 30.04.2020 k.A.
2018 1,65 EUR 1,41 % +10,0 % 15.04.2019 15.05.2019
2017 1,50 EUR 1,66 % +11,1 % 16.04.2018 16.05.2018
2016 1,35 EUR 1,94 % +3,8 % 18.04.2017 18.05.2017
2015 1,30 EUR 2,40 % +8,3 % 02.05.2016 01.06.2016
2014 1,20 EUR 1,94 % +60,0 % 01.06.2015 01.07.2015
2013 0,75 EUR 1,42 % +25,0 % 29.05.2014 28.06.2014
2012 0,60 EUR 1,35 % +33,3 % 31.05.2013 30.06.2013
2011 0,45 EUR 1,76 % +87,5 % 04.06.2012 04.07.2012
2010 0,24 EUR 0,99 % Erste Dividende 01.06.2011 01.07.2011

Ein Kontinent baut sich sein eigenes Flugzeug

Es war ein politischer Akt, verkleidet als Industrieprojekt. Als sich Frankreich, Deutschland, Spanien und Großbritannien Ende der 1960er Jahre zusammensetzten, um gemeinsam einen Flugzeughersteller aus dem Boden zu stampfen, glaubten die wenigsten an den Erfolg. Boeing hatte den Weltmarkt im Griff, die amerikanische Luftfahrtindustrie schien uneinholbar weit voraus. Und doch: 1970 wurde das Konsortium Airbus Industrie gegründet – aus dem schieren Willen heraus, dass Europa in der zivilen Luftfahrt nicht auf Dauer Vasall der USA sein wollte.

Der erste große Schritt war der A300, der 1972 seinen Erstflug absolvierte. Er war das erste Großraumflugzeug mit nur zwei Triebwerken – eine technische Kühnheit, die damals viele Piloten und Fluggesellschaften misstrauisch machte. Doch die Rechnung ging auf: Zwei Triebwerke bedeuteten weniger Verbrauch, weniger Wartung, niedrigere Betriebskosten. Der A300 legte den Grundstein für ein Prinzip, das Airbus seither konsequent verfolgt: nicht der größte, sondern der wirtschaftlichste Flieger zu sein.

Was Airbus wirklich in die erste Liga katapultierte, war die A320-Familie. Mit dem Erstflug 1987 führte Airbus das sogenannte Fly-by-Wire in der Verkehrsluftfahrt ein – der Pilot steuert nicht mehr mechanisch, sondern über Computersignale. Das klingt abstrakt, hat aber ganz konkrete Folgen: präziseres Fliegen, höhere Sicherheitsmargen, weniger Verschleiß. Airbus hatte damit einen Techniksprung gewagt, dem Boeing erst Jahre später folgte. Die A320neo und A321neo sind heute die meistbestellten Flugzeugfamilien der Welt.

Mehr als Passagierflugzeuge

Wer Airbus nur als Hersteller von Passagiermaschinen kennt, unterschätzt die Reichweite des Konzerns erheblich. Toulouse ist der Hauptsitz, aber die Wurzeln liegen überall in Europa: In Hamburg werden Kabinen ausgebaut, in Broughton Flügel gefertigt, in Getafe Rumpfteile produziert. Dieses transnationale Fertigungsnetz ist kein Zufall – es ist der politische Kompromiss, aus dem Airbus entstand, und er hat sich als wirtschaftliche Stärke erwiesen: mehrere Volkswirtschaften sind mit dem Wohlergehen des Unternehmens verflochten.

Hinzu kommt ein Rüstungs- und Raumfahrtbereich, der in der öffentlichen Wahrnehmung oft im Schatten der Passagierflugzeuge steht, aber strategisch von erheblicher Bedeutung ist. Der Eurofighter ist das Gemeinschaftsprojekt mehrerer europäischer Luftwaffen; der Militärtransporter A400M verbindet Hightech-Turboproptechnologie mit strategischer Transportkapazität. Die Tochtergesellschaft Airbus Helicopters ist einer der größten Hubschraubererzeuger weltweit. Und über die Ariane-Raketen ist Airbus an der europäischen Raumfahrt beteiligt – einem Bereich, der mit dem privaten Raumfahrtboom zunehmend an wirtschaftlicher Relevanz gewinnt.

Der A380 bleibt das vielleicht ehrgeizigste und widersprüchlichste Kapitel der Unternehmensgeschichte. Das größte Passagierflugzeug der Welt, 2005 präsentiert, fasst über 500 Passagiere und war technisch ein Triumph. Wirtschaftlich zeigte es jedoch die Grenzen des Megajet-Konzepts: Airlines bevorzugen kleinere, flexiblere Langstreckenjets. Die Produktion wurde 2021 eingestellt. Airbus lernte daraus – und setzte auf den A350, einen hocheffizienten Langstreckenjet aus Verbundwerkstoffen, der heute zu den gefragtesten Maschinen der Welt gehört.

Stand der Informationen: April 2026. Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar, sondern dient ausschließlich der journalistischen Information.

Über den Autor
Alexander Müller ist Finanzredakteur und Dividendeninvestor mit über 12 Jahren Erfahrung im deutschen Aktienmarkt. Er analysiert Dividendenaktien für Dividenden-Kalender.com und ist spezialisiert auf DAX, MDAX und europäische Qualitätsdividendenzahler.