MTU Dividende

MTU

mtx.de DE000A0D9PT0
300,30 EUR -1,05 %

Wichtige Kennzahlen

Dividendenrendite
1,20 %
Aktuelle Rendite basierend auf der letzten Dividende
Dividende
3,60 EUR
Letzte gezahlte Dividende pro Aktie
DiviScore
73 Sehr gut
Bewertung der Dividendenqualität
5-Jahres CAGR
+23,6 %
Durchschnittliches jährliches Dividendenwachstum
10-Jahres CAGR
+7,8 %
Durchschnittliches jährliches Dividendenwachstum

Wichtige Termine

Hauptversammlung
07.05.2026
Termin der nächsten Hauptversammlung
Ex-Tag
08.05.2026
Ab diesem Tag wird die Aktie ohne Dividendenanspruch gehandelt
Zahltag
12.05.2026
Tag der Dividendenauszahlung

Kursentwicklung

Dividenden-Historie

Jahr Dividende Rendite Veränderung Ex-Tag Zahltag
2025 3,60 EUR k.A. +63,6 % 08.05.2026 12.05.2026
2024 2,20 EUR 0,85 % +10,0 % 30.05.2025 13.05.2025
2023 2,00 EUR k.A. -37,5 % 31.05.2024 k.A.
2022 3,20 EUR 1,40 % +52,4 % 12.05.2023 11.06.2023
2021 2,10 EUR 1,11 % +68,0 % 06.05.2022 05.06.2022
2020 1,25 EUR 0,63 % +3.025,0 % 22.04.2021 22.05.2021
2019 0,04 EUR 0,03 % -98,6 % 06.08.2020 05.09.2020
2018 2,85 EUR 1,39 % +23,9 % 12.04.2019 12.05.2019
2017 2,30 EUR 1,70 % +21,1 % 12.04.2018 12.05.2018
2016 1,90 EUR 1,44 % +11,8 % 05.05.2017 04.06.2017
2015 1,70 EUR 2,07 % +17,2 % 15.04.2016 15.05.2016
2014 1,45 EUR 1,57 % +7,4 % 16.04.2015 16.05.2015
2013 1,35 EUR 2,01 % Unverändert 09.05.2014 08.06.2014
2012 1,35 EUR 1,89 % +12,5 % 06.05.2013 05.06.2013
2011 1,20 EUR 2,00 % Erste Dividende 04.05.2012 03.06.2012

An den Grenzen des physikalisch Möglichen

Ein Flugzeugtriebwerk ist das vielleicht komplexeste Objekt, das Menschen in Serienfertigung herstellen. Temperaturen jenseits der Schmelzpunkte der verwendeten Materialien, Drehzahlen im fünfstelligen Bereich, Drücke, die Ingenieure erst mit trickreichen Kühlsystemen beherrschbar machen müssen – und das alles bei einem Gewicht und einer Zuverlässigkeit, die keine Kompromisse erlauben. MTU Aero Engines AG ist das einzige deutsche Unternehmen, das in dieser extremen Welt zu Hause ist, und eines der wenigen weltweit, das als gleichwertiger Partner der großen amerikanischen Hersteller gilt.

Die Geschichte begann nicht in München, sondern mit einem Firmennamen, der einst für etwas ganz anderes stand: BMW. Im Jahr 1934 wurde das BMW-Flugmotorenwerk gegründet, das im Zweiten Weltkrieg Triebwerke für die Luftwaffe fertigte. Nach Kriegsende und dem alliierten Produktionsverbot war der Neustart mühsam. Die Sparte wanderte durch die Hände von Daimler-Benz und später DaimlerChrysler, bevor MTU 2005 an die Börse gebracht wurde – seither eigenständig, fokussiert und international gut aufgestellt.

Partner statt Konkurrent

MTU verfolgt seit Jahrzehnten eine Strategie, die in der Branche ihresgleichen sucht: Man entwickelt und fertigt keine vollständigen Triebwerke allein, sondern arbeitet in Risikogemeinschaften mit den Weltmarktführern General Electric und Pratt & Whitney zusammen. Konkret heißt das: MTU hält Anteile an bestimmten Triebwerksprogrammen – und profitiert damit sowohl vom Verkauf neuer Antriebe als auch jahrzehntelang von Ersatzteilen und Wartungsleistungen.

Besonders bedeutsam ist die Beteiligung am Geared TurboFan (GTF) von Pratt & Whitney, dem Antrieb der Airbus A320neo-Familie. Das GTF-Konzept – ein Getriebe zwischen Fan und Niederdruckverdichter – reduziert den Treibstoffverbrauch gegenüber früheren Triebwerken erheblich und macht Flugzeuge leiser. MTU steuert bei diesem Programm mehrere Schlüsselkomponenten bei, darunter Niederdruckturbinen und Kompressorgehäuse. Mit jedem A320neo, der abhebt, fliegt ein Stück Münchner Ingenieurskunst mit.

Wartung als zweite Säule

Neben dem Triebwerksgeschäft betreibt MTU ein umfangreiches MRO-Geschäft – Maintenance, Repair, Overhaul. Airlines sind auf zuverlässige Wartungskapazitäten angewiesen, und MTU hat sich mit Standorten in Deutschland, den USA, Kanada, Polen und Singapur ein globales Netzwerk aufgebaut. Dieses Geschäft ist naturgemäß stabiler als der Triebwerksverkauf, weil jedes ausgelieferte Triebwerk über seine Lebenszeit regelmäßig gewartet werden muss. Wer die Teile herstellt, versteht auch am besten, wie man sie instand hält.

Auch die Verteidigung gehört zum Portfolio: Triebwerke für den Eurofighter, den Tornado und weitere Militärflugzeuge werden in München entwickelt und betreut. In einer Zeit, in der europäische Staaten ihre Verteidigungsfähigkeiten ausbauen, ist dieses Segment kein Randgeschäft mehr. MTU Aero Engines ist damit ein Unternehmen, das in zivilen Himmeln wie in militärischen Lufträumen gleichermaßen präsent ist – und dessen Ingenieure täglich daran arbeiten, das Unmögliche ein Stück näher an das Mögliche heranzurücken.

Stand der Informationen: April 2026. Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar, sondern dient ausschließlich der journalistischen Information.

Über den Autor
Alexander Müller ist Finanzredakteur und Dividendeninvestor mit über 12 Jahren Erfahrung im deutschen Aktienmarkt. Er analysiert Dividendenaktien für Dividenden-Kalender.com und ist spezialisiert auf DAX, MDAX und europäische Qualitätsdividendenzahler.