Nemetschek
Wichtige Kennzahlen
Wichtige Termine
Kursentwicklung
Dividenden-Historie
| Jahr | Dividende | Rendite | Veränderung | Ex-Tag | Zahltag |
|---|---|---|---|---|---|
| 2025 | 0,55 EUR | k.A. | Unverändert | 22.05.2026 | 26.05.2026 |
| 2024 | 0,55 EUR | 0,45 % | +14,6 % | 21.05.2025 | 23.05.2025 |
| 2023 | 0,48 EUR | 0,52 % | +6,7 % | 24.05.2024 | 28.05.2024 |
| 2022 | 0,45 EUR | 0,66 % | +15,4 % | 24.05.2023 | 26.05.2023 |
| 2021 | 0,39 EUR | 0,62 % | +30,0 % | 13.05.2022 | 17.05.2022 |
| 2020 | 0,30 EUR | 0,53 % | +7,1 % | 13.05.2021 | 17.05.2021 |
| 2019 | 0,28 EUR | 0,46 % | +211,1 % | 22.06.2020 | 22.07.2020 |
| 2018 | 0,09 EUR | 0,59 % | +12,5 % | 29.05.2019 | 28.06.2019 |
| 2017 | 0,08 EUR | 0,72 % | +14,3 % | 31.05.2018 | 30.06.2018 |
| 2016 | 0,07 EUR | 0,92 % | +16,7 % | 02.06.2017 | 02.07.2017 |
| 2015 | 0,06 EUR | 0,97 % | +500,0 % | 23.05.2016 | 22.06.2016 |
| 2014 | 0,01 EUR | 1,39 % | Unverändert | 21.05.2015 | 20.06.2015 |
| 2013 | 0,01 EUR | 1,99 % | Unverändert | 21.05.2014 | 20.06.2014 |
| 2012 | 0,01 EUR | 2,60 % | Unverändert | 17.05.2013 | 16.06.2013 |
| 2011 | 0,01 EUR | 3,94 % | Erste Dividende | 25.05.2012 | 24.06.2012 |
Nemetschek Dividende – Unternehmensüberblick
Die Nemetschek SE mit Sitz in München ist ein international führender Softwareanbieter für die Architektur-, Ingenieur- und Bauwirtschaft (AEC-Branche). Das Unternehmen wurde 1963 von Professor Georg Nemetschek gegründet und hat sich über sechs Jahrzehnte zu einem der wichtigsten Technologieunternehmen der europäischen Bauwirtschaft entwickelt. Unter dem Dach der Nemetschek Group operieren zahlreiche renommierte Marken, darunter Allplan, Bluebeam, Graphisoft, Vectorworks und Nevaris – jede mit einem spezifischen Fokus entlang der gesamten Wertschöpfungskette des Bauwesens.
Im MDAX gehört Nemetschek zu den Wachstumswerten mit Technologiefokus. Das Unternehmen profitiert von einem langfristigen Megatrend: der Digitalisierung der Baubranche, die im Vergleich zu anderen Industrien noch erheblichen Nachholbedarf aufweist. Building Information Modeling (BIM), cloudbasierte Planungssoftware und digitale Dokumentenmanagement-Lösungen treiben die Nachfrage. Mit der erfolgreichen Umstellung auf Subskriptionsmodelle – insbesondere bei der US-Tochter Bluebeam – hat Nemetschek den Anteil wiederkehrender Erlöse deutlich gesteigert und damit die Planbarkeit der Einnahmen verbessert.
Dividendenpolitik von Nemetschek
Nemetschek verfolgt eine konservative, aber verlässliche Dividendenpolitik. Das Unternehmen schüttet traditionell einen moderaten Teil des Gewinns an die Aktionäre aus und reinvestiert den Großteil der Erträge in organisches Wachstum und strategische Übernahmen. Für das Geschäftsjahr 2024 wurde eine Dividende von 0,55 Euro je Aktie gezahlt – eine Steigerung von rund 15 Prozent gegenüber den 0,48 Euro des Vorjahres. Die Dividende wurde in den vergangenen Jahren kontinuierlich erhöht, mit einem durchschnittlichen Wachstum von über 12 Prozent im Dreijahreszeitraum.
Die Dividendenrendite liegt allerdings bei lediglich rund 0,8 Prozent, was Nemetschek klar als Wachstumswert und nicht als Dividendentitel klassifiziert. Bei einem Aktienkurs, der sich zeitweise oberhalb von 100 Euro bewegte, ist die absolute Ausschüttung im Verhältnis zum Kurs gering. Für Anleger, die primär auf laufende Erträge setzen, ist Nemetschek daher wenig attraktiv. Die niedrige Ausschüttungsquote signalisiert jedoch, dass das Unternehmen den Großteil seiner Mittel zur Finanzierung weiteren Wachstums einsetzt – was langfristig dem Aktienkurs zugutekommen kann.
Geschäftsentwicklung und Dividendenperspektive
Das Geschäftsjahr 2025 war für Nemetschek ein Meilenstein: Erstmals in der Unternehmensgeschichte wurde die Umsatzmarke von einer Milliarde Euro überschritten. Die Erlöse stiegen um 22,6 Prozent auf 1,19 Milliarden Euro, wobei das organische Wachstum maßgeblich von der Bluebeam-Subskriptionsumstellung im Segment Build getrieben wurde, das währungsbereinigt um beeindruckende 41 Prozent zulegte. Die EBITDA-Marge verbesserte sich von 30,2 auf 31,2 Prozent, das EBITDA wuchs um 28,9 Prozent auf 371,1 Millionen Euro. Der Gewinn je Aktie stieg um 23,2 Prozent auf 1,32 Euro.
Für 2026 erwartet Nemetschek weiteres profitables Wachstum. Die Dividendenperspektive ist positiv, wenngleich auf niedrigem Renditeniveau: Bei einer ähnlichen Ausschüttungsquote dürfte die Dividende auf etwa 0,60 bis 0,65 Euro je Aktie steigen. Der Aktienkurs hat allerdings seit Jahresbeginn 2026 rund 29 Prozent verloren, was teils der allgemeinen Korrektur hochbewerteter Technologietitel geschuldet ist. Für Dividendenanleger spielt dies eine untergeordnete Rolle, da die absolute Ausschüttung weiter wächst. Die Kernfrage bleibt, ob Nemetschek das hohe Wachstumstempo beibehalten kann – die zunehmende Marktdurchdringung von BIM-Technologien und die noch junge Cloud-Transformation sprechen dafür.
Für welche Anleger eignet sich Nemetschek?
Nemetschek ist ein klassischer Wachstumswert und richtet sich an Anleger, die in die Digitalisierung der Baubranche investieren möchten. Die Aktie eignet sich vor allem für langfristig orientierte Investoren, die Kursgewinne gegenüber laufenden Erträgen priorisieren. Die Dividendenrendite von unter einem Prozent macht Nemetschek für Einkommensinvestoren uninteressant – doch die zweistelligen Wachstumsraten bei Umsatz und Gewinn bieten erhebliches Kurspotenzial.
Kritisch zu bewerten ist die ambitionierte Bewertung: Mit einem KGV von über 33 auf Basis der Schätzungen für 2026 preist der Markt bereits erhebliches zukünftiges Wachstum ein. Der Kursrückgang seit Anfang 2026 zeigt, dass solche Bewertungen anfällig für Korrekturen sind, sobald das Wachstum auch nur leicht hinter den Erwartungen zurückbleibt. Für Anleger mit langem Anlagehorizont und Toleranz für Kursschwankungen bleibt Nemetschek dennoch einer der interessantesten deutschen Technologietitel im MDAX – ein Unternehmen, das einen enormen adressierbaren Markt bedient und dessen Dividende als kleines Zusatzplus auf Jahre hinaus wachsen dürfte.
Stand der Informationen: März 2026. Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar, sondern dient ausschließlich der journalistischen Information.