Fraport AG Dividende

Fraport AG

fra.de DE0005773303
75,50 EUR +0,00 %

Wichtige Kennzahlen

Dividendenrendite
1,32 %
Aktuelle Rendite basierend auf der letzten Dividende
Dividende
1,00 EUR
Letzte gezahlte Dividende pro Aktie
DiviScore
21 Unterdurchschnittlich
Bewertung der Dividendenqualität
5-Jahres CAGR
-10,9 %
Durchschnittliches jährliches Dividendenwachstum
10-Jahres CAGR
-3,0 %
Durchschnittliches jährliches Dividendenwachstum

Wichtige Termine

Hauptversammlung
12.05.2026
Termin der nächsten Hauptversammlung
Ex-Tag
13.05.2026
Ab diesem Tag wird die Aktie ohne Dividendenanspruch gehandelt
Zahltag
15.05.2026
Tag der Dividendenauszahlung

Kursentwicklung

Dividenden-Historie

Jahr Dividende Rendite Veränderung Ex-Tag Zahltag
2025 1,00 EUR 0,00 % Unverändert 13.05.2026 15.05.2026
2023 1,00 EUR k.A. -50,0 % 31.05.2024 k.A.
2019 2,00 EUR k.A. Unverändert 29.05.2020 k.A.
2018 2,00 EUR 2,84 % +33,3 % 29.05.2019 28.06.2019
2017 1,50 EUR 1,87 % Unverändert 30.05.2018 29.06.2018
2016 1,50 EUR 2,10 % +11,1 % 24.05.2017 23.06.2017
2015 1,35 EUR 2,68 % Unverändert 23.05.2016 22.06.2016
2014 1,35 EUR 2,31 % +8,0 % 01.06.2015 01.07.2015
2013 1,25 EUR 2,26 % Unverändert 02.06.2014 02.07.2014
2012 1,25 EUR 2,87 % Unverändert 03.06.2013 03.07.2013
2011 1,25 EUR 2,93 % Unverändert 14.05.2012 13.06.2012
2010 1,25 EUR 2,30 % +8,7 % 02.06.2011 02.07.2011
2009 1,15 EUR 3,18 % Unverändert 03.06.2010 03.07.2010
2008 1,15 EUR 4,04 % Unverändert 28.05.2009 27.06.2009
2007 1,15 EUR 2,68 % Erste Dividende 29.05.2008 28.06.2008

Fraport Dividende – Unternehmensüberblick

Die Fraport AG mit Sitz in Frankfurt am Main ist der Betreiber des Flughafens Frankfurt – Deutschlands größtem und Europas viertgrößtem Verkehrsflughafen. Darüber hinaus hält und betreibt Fraport Flughäfen an 28 weiteren Standorten weltweit, darunter bedeutende Airports in Griechenland, der Türkei (Antalya), Brasilien (Porto Alegre, Fortaleza), Peru (Lima) und Bulgarien. Das Unternehmen ist im MDAX gelistet und befindet sich teilweise in öffentlicher Hand: Das Land Hessen und die Stadt Frankfurt halten zusammen rund 51 Prozent der Anteile.

Frankfurt Airport ist als zentrales Drehkreuz für den interkontinentalen Luftverkehr strategisch einzigartig positioniert. Die geografische Lage im Herzen Europas, die exzellente Anbindung an das Autobahn- und Schienennetz sowie das breite Streckennetz – insbesondere die Bedeutung als Heimatbasis der Lufthansa – machen den Standort nahezu unersetzbar. Neben dem klassischen Aviation-Geschäft (Start- und Landegebühren) erzielt Fraport erhebliche Erträge aus dem Retail- und Immobiliengeschäft am Flughafen sowie aus internationalen Beteiligungen, was das Ertragsmodell diversifiziert.

Dividendenpolitik von Fraport

Die Dividendenhistorie von Fraport ist eng mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie verknüpft. Vor der Krise zahlte das Unternehmen verlässlich Dividenden – zuletzt 2,00 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2019. Dann folgte eine schmerzhafte Zäsur: Für die Geschäftsjahre 2020 bis 2023 fiel die Dividende vollständig aus. Die drastischen Einbrüche bei den Passagierzahlen, die hohen Fixkosten und die massiven Investitionen in das Terminal 3 zwangen Fraport, die Liquidität zu schonen.

Umso bedeutsamer ist die im Jahr 2026 angekündigte Rückkehr zur Dividendenzahlung: Für das Geschäftsjahr 2025 schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 12. Mai 2026 eine Dividende von 1,00 Euro je Aktie vor. Bei einem Kurs von rund 84 Euro (Stand: Februar 2026) ergibt sich eine Dividendenrendite von knapp 1,2 Prozent. Langfristig strebt Fraport eine Ausschüttungsquote von 40 bis 60 Prozent des Konzernergebnisses an. Die Wiederaufnahme der Dividende nach sechs Jahren Abstinenz signalisiert, dass das Unternehmen die Pandemiefolgen finanziell überwunden hat und wieder in der Lage ist, seine Aktionäre am Geschäftserfolg zu beteiligen.

Geschäftsentwicklung und Dividendenperspektive

Das Geschäftsjahr 2025 verlief für Fraport operativ solide, wenn auch nicht ohne Herausforderungen. Der Flughafen Frankfurt verzeichnete rund 63 Millionen Passagiere und blieb damit leicht unter dem Vorkrisenniveau von 70,6 Millionen (2019). Das gesamte Fraport-Portfolio – einschließlich der internationalen Beteiligungsflughäfen – bediente in den ersten neun Monaten rund 77 Millionen Reisende. Der bereinigte Konzernumsatz stieg in den ersten neun Monaten um 7,8 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro, und das EBITDA legte um 9,8 Prozent auf rund 1,2 Milliarden Euro zu.

Ein wesentlicher Faktor für die kommenden Jahre ist das Terminal 3, das sich derzeit im Bau befindet und die Kapazität des Frankfurter Flughafens deutlich erweitern wird. Diese Investition – eine der größten in der europäischen Luftfahrtinfrastruktur – dürfte mittelfristig das Ertragspotenzial erheblich steigern, belastet jedoch zunächst den Free Cash Flow. Für die Dividendenperspektive bedeutet das: Die Ausschüttung wird voraussichtlich moderat starten und in den Folgejahren schrittweise steigen, sobald das Terminal 3 in Betrieb geht und die Schulden weiter abgebaut werden. Analysten rechnen damit, dass Fraport ab 2027 in der Lage sein wird, die Dividende spürbar zu erhöhen.

Für welche Anleger eignet sich Fraport?

Fraport ist ein Infrastrukturwert mit monopolartiger Stellung und langfristigem Wachstumspotenzial. Die Aktie eignet sich für geduldige Anleger, die auf die strukturelle Erholung des Luftverkehrs setzen und bereit sind, in der aktuellen Investitionsphase eine noch bescheidene Dividendenrendite zu akzeptieren. Die Kombination aus einem unverzichtbaren Infrastrukturwert, internationalem Flughafenportfolio und der perspektivischen Erweiterung durch Terminal 3 bietet eine attraktive langfristige Investmentthese.

Die Risiken sind allerdings nicht unerheblich: Fraport ist stark konjunkturabhängig, und exogene Schocks wie Pandemien, geopolitische Krisen oder steigende Kerosinpreise können die Passagierzahlen jederzeit einbrechen lassen. Die hohen Investitionen in Terminal 3 binden erhebliches Kapital und bergen Ausführungsrisiken. Zudem steht der Luftverkehr unter zunehmendem regulatorischem Druck durch Klimaschutzauflagen und mögliche Flugsteuern. Der öffentliche Gesellschafterhintergrund schränkt die unternehmerische Flexibilität ein und kann zu politisch motivierten Entscheidungen führen. Für Anleger, die einen hohen laufenden Ertrag benötigen, kommt Fraport derzeit noch zu früh. Wer jedoch einen strategisch einzigartigen Infrastrukturwert mit steigender Dividendenperspektive sucht und einen Anlagehorizont von mindestens drei bis fünf Jahren mitbringt, findet in Fraport eine interessante Position.

Stand der Informationen: März 2026. Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar, sondern dient ausschließlich der journalistischen Information.

AM

Über den Autor

Alexander Müller ist Finanzredakteur und Dividendeninvestor mit über 12 Jahren Erfahrung im deutschen Aktienmarkt. Er analysiert Dividendenaktien für Dividenden-Kalender.com und ist spezialisiert auf DAX, MDAX und europäische Qualitätsdividendenzahler.