Befesa
Wichtige Kennzahlen
Wichtige Termine
Kursentwicklung
Dividenden-Historie
| Jahr | Dividende | Rendite | Veränderung | Ex-Tag | Zahltag |
|---|---|---|---|---|---|
| 2024 | 0,64 EUR | 2,49 % | -12,3 % | 20.06.2025 | 24.06.2025 |
| 2023 | 0,73 EUR | k.A. | Unverändert | 21.06.2024 | 25.06.2024 |
| 2022 | 0,73 EUR | 2,11 % | -41,6 % | 16.06.2023 | 20.06.2023 |
| 2021 | 1,25 EUR | 2,33 % | +6,8 % | 17.06.2022 | 21.06.2022 |
| 2020 | 1,17 EUR | 1,78 % | +165,9 % | 01.07.2021 | 05.07.2021 |
| 2019 | 0,44 EUR | 1,35 % | -66,7 % | 19.06.2020 | 02.12.2020 |
| 2018 | 1,32 EUR | 3,87 % | +80,8 % | 20.06.2019 | 20.07.2019 |
| 2017 | 0,73 EUR | k.A. | Erste Dividende | 31.05.2018 | k.A. |
Befesa Dividende – Unternehmensüberblick
Die Befesa S.A. ist ein international führendes Unternehmen im Recycling von gefährlichen Reststoffen aus der Stahl- und Aluminiumindustrie mit Sitz in Luxemburg und operativer Zentrale in Ratingen. Die Unternehmensgeschichte beginnt 1987 mit der Gründung als „Berzelius Umwelt Services“ (B.U.S.) durch die Metallgesellschaft. Nach der Ausgliederung der spanischen Aktivitäten entstand 1993 der Name Befesa (Berzelius Felguera S.A.). Über die Stationen Abengoa (2000-2013) und den Finanzinvestor Triton Partners gelangte Befesa im November 2017 an die Frankfurter Börse. Das Geschäftsmodell ruht auf zwei Säulen: dem Recycling von Stahlwerkstäuben zu Wälzoxid (einem Vorprodukt für die Zinkgewinnung) und der Aufbereitung von Aluminiumsalzschlacken. Mit rund 1.250 Mitarbeitern betreibt Befesa Anlagen in Europa, Asien und den USA und verarbeitet jährlich über 780.000 Tonnen Reststoffe. Die Aktie ist im SDAX notiert.
Dividendenpolitik von Befesa
Befesa hat seit dem Börsengang 2017 regelmäßig Dividenden gezahlt, wobei die Ausschüttungshöhe stark von der Entwicklung der Zinkpreise und der operativen Ertragslage abhängt. Für das Geschäftsjahr 2024 wurde auf der Hauptversammlung im Juni 2025 eine Dividende von 0,64 Euro je Aktie beschlossen – ein Rückgang um 12,3 Prozent gegenüber den 0,73 Euro des Vorjahres. In den stärkeren Jahren 2021 und 2022 hatte Befesa noch deutlich höhere Dividenden von über 1,00 Euro je Aktie ausgeschüttet. Die schwankende Dividende spiegelt die zyklische Natur des Geschäftsmodells wider, das eng an die Entwicklung der Zink- und Stahlpreise gekoppelt ist. Analysten prognostizieren für das Geschäftsjahr 2025 eine Erholung der Dividende auf rund 0,95 Euro je Aktie, getragen von einer verbesserten operativen Entwicklung. Die Dividendenrendite bewegt sich je nach Kursniveau und Ertragslage zwischen 2 und 4 Prozent.
Geschäftsentwicklung und Dividendenperspektive
Das Geschäftsjahr 2025 zeigte ein gemischtes Bild: Der Umsatz sank um knapp 5 Prozent auf 1,18 Milliarden Euro, hauptsächlich bedingt durch geringere Mengen im Segment Sekundäraluminium. Gleichzeitig verbesserte sich die Ertragslage deutlich: Das bereinigte EBITDA stieg um 14 Prozent auf 242,8 Millionen Euro, der Nettogewinn legte um mehr als die Hälfte auf 80,5 Millionen Euro zu. Diese Schere zwischen Umsatz und Gewinn zeigt, dass Befesa operativ effizienter geworden ist und von einer günstigeren Kostenstruktur profitiert. Das Stahlstaubrecycling – der ertragsstärkere Geschäftsbereich – profitierte von steigenden Verarbeitungsmengen, insbesondere in den USA, wo Befesa seine Kapazitäten ausbaut. Die Dividendenperspektive hängt wesentlich von der Entwicklung des Zinkpreises und der Zinkschmelzlöhne ab. Bei einem stabilen bis steigenden Zinkpreisniveau und dem geplanten Kapazitätsausbau in den USA sind mittelfristig wieder Dividenden deutlich oberhalb von 1,00 Euro je Aktie vorstellbar.
Für welche Anleger eignet sich Befesa?
Befesa besetzt eine einzigartige Nische an der Schnittstelle von Recycling, Umweltschutz und Rohstoffgewinnung. Das Unternehmen profitiert vom regulatorischen Druck, gefährliche Reststoffe ordnungsgemäß zu entsorgen, und von der wachsenden Nachfrage nach recycelten Metallen im Rahmen der Kreislaufwirtschaft. Für Anleger, die das Thema Nachhaltigkeit im Depot abbilden möchten, bietet Befesa ein authentisches ESG-Profil mit einem Geschäftsmodell, das Umweltschutz und Profitabilität verbindet. Allerdings müssen Investoren die zyklische Ertragsabhängigkeit vom Zinkpreis und damit die schwankende Dividende akzeptieren. Befesa eignet sich am besten für geduldige Anleger mit einem Anlagehorizont von mindestens drei bis fünf Jahren, die bereit sind, Rohstoffzyklen auszusitzen und in schwächeren Phasen nachzukaufen.
Stand der Recherche: März 2026. Dieser Artikel dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar.
Alexander Müller ist Finanzredakteur und Dividendeninvestor mit über 12 Jahren Erfahrung im deutschen Aktienmarkt. Er analysiert Dividendenaktien für Dividenden-Kalender.com und ist spezialisiert auf DAX, MDAX und europäische Qualitätsdividendenzahler.
