Siemens
Wichtige Kennzahlen
Wichtige Termine
Kursentwicklung
Dividenden-Historie
| Jahr | Dividende | Rendite | Veränderung | Ex-Tag | Zahltag |
|---|---|---|---|---|---|
| 2025 | 5,35 EUR | k.A. | +2,9 % | 13.02.2026 | 17.02.2026 |
| 2024 | 5,20 EUR | k.A. | +10,6 % | 14.02.2025 | 18.02.2025 |
| 2023 | 4,70 EUR | k.A. | +10,6 % | 29.02.2024 | k.A. |
| 2022 | 4,25 EUR | k.A. | +6,3 % | 28.02.2023 | k.A. |
| 2021 | 4,00 EUR | k.A. | +14,3 % | 28.02.2022 | k.A. |
| 2020 | 3,50 EUR | k.A. | -10,3 % | 26.02.2021 | k.A. |
| 2019 | 3,90 EUR | k.A. | +2,6 % | 28.02.2020 | k.A. |
| 2018 | 3,80 EUR | k.A. | +2,7 % | 31.01.2019 | k.A. |
| 2017 | 3,70 EUR | k.A. | +2,8 % | 28.02.2018 | k.A. |
| 2016 | 3,60 EUR | k.A. | +2,9 % | 28.02.2017 | k.A. |
| 2015 | 3,50 EUR | k.A. | +6,1 % | 29.01.2016 | k.A. |
| 2014 | 3,30 EUR | k.A. | +10,0 % | 30.01.2015 | k.A. |
| 2013 | 3,00 EUR | k.A. | Unverändert | 31.01.2014 | k.A. |
| 2012 | 3,00 EUR | k.A. | Unverändert | 31.01.2013 | k.A. |
| 2011 | 3,00 EUR | k.A. | Erste Dividende | 31.01.2012 | k.A. |
175 Jahre an der Schaltstelle der Industriegeschichte
Es gibt wenige Unternehmen, deren Geschichte so untrennbar mit dem Fortschritt einer ganzen Epoche verwoben ist wie die von Siemens. Als Werner von Siemens 1847 in Berlin die Telegraphen-Bauanstalt von Siemens & Halske gründete, ahnte er vielleicht, was sein Zeigertelegraf bedeutete: nicht nur ein schnelleres Kommunikationsmittel, sondern den Beginn einer Vernetzung der Welt. Siemens verlegte die Telegrafenlinie von Berlin nach Frankfurt, lieferte Dynamos für die erste transatlantische Telegrafenleitung und schraubte damit buchstäblich die Entfernungen auf diesem Planeten zusammen.
Die Elektrifizierung folgte auf dem Fuß. 1879 zeigte Siemens auf der Berliner Gewerbeausstellung die erste elektrische Eisenbahn der Welt – ein Ereignis, das Besucher staunen ließ wie einst die erste Dampfmaschine. Drei Jahre später fuhr in München die erste elektrische Straßenbahn über eine nennenswerte Distanz durch die Stadt. Siemens elektrifizierte München, dann Teile Europas, dann die Welt.
Vom Elektrounternehmen zum Technologiekonzern
Was im 19. Jahrhundert mit Telegrafenleitungen und Dynamos begann, hat sich über mehr als anderthalb Jahrhunderte zu einem der vielseitigsten Technologiekonzerne der Welt entwickelt. Das heutige Siemens ist kein klassisches Industrieunternehmen mehr – es ist ein Unternehmen, das Industrien selbst verändert. Im Segment Digitale Industrie verbindet Siemens physische Fertigung mit digitaler Intelligenz: Fabrikautomation, Steuerungssysteme, digitale Zwillinge, die ganze Fabriken virtuell abbilden, bevor die erste Maschine gebaut wird. Mit der Übernahme von Mendix und weiteren Softwareunternehmen hat Siemens sich in Richtung Industriesoftware verschoben – ein Bereich, der weit höhere Margen verspricht als klassischer Maschinenbau.
Im Bereich Smart Infrastructure baut Siemens intelligente Gebäude und Stromverteilnetze: Systeme, die Energie effizienter nutzen, Gebäude sicherer machen und Städte vernetzen. Und mit Siemens Mobility liefert das Unternehmen Züge, Signaltechnik und Verkehrsmanagementsysteme – von der ICE-Infrastruktur bis zu Ampelsystemen in Metropolen weltweit.
Ein Konzern, der sich selbst neu erfindet
Die vielleicht unterschätzte Qualität von Siemens ist seine Fähigkeit zur strategischen Erneuerung. In den 1990er und 2000er Jahren galt Siemens mancherorts als träger Gigant, zu breit aufgestellt, zu bürokratisch. Doch das Unternehmen hat sich konsequent verschlankt: Die Medizintechniksparte wurde als Siemens Healthineers an die Börse gebracht, die Energiesparte als Siemens Energy ausgegliedert. Beide sind eigenständige börsennotierte Unternehmen – und Siemens hält weiterhin bedeutende Beteiligungen an beiden.
Was bleibt, ist ein fokussierteres Siemens: eines, das sich auf die Digitalisierung der Industrie konzentriert und dabei auf 175 Jahre ingenieurstechnische Glaubwürdigkeit zurückgreifen kann. Kein deutsches Unternehmen hat die industrielle Geschichte der letzten anderthalb Jahrhunderte so direkt mitgeschrieben. Diese Kontinuität ist kein nostalgisches Asset – sie ist ein Wettbewerbsvorteil in einer Branche, in der Vertrauen und Ingenieurskultur zählen.
Stand der Informationen: April 2026. Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar, sondern dient ausschließlich der journalistischen Information.
Alexander Müller ist Finanzredakteur und Dividendeninvestor mit über 12 Jahren Erfahrung im deutschen Aktienmarkt. Er analysiert Dividendenaktien für Dividenden-Kalender.com und ist spezialisiert auf DAX, MDAX und europäische Qualitätsdividendenzahler.
